Karsten Kredel

Lektor und Übersetzer, Suhrkamp-Verlag, Frankfurt/M.


 

Literatur im Verlag: Lektorat und Übersetzung

Dienstag, 8. Januar 2008, 12.15 Uhr, Hörsaal P 2 (Philosophicum)


Ein literarisches Werk ist erst einmal „nur“ ein Text. Die grundlegendste Art der Vermittlung von Literatur ist, dass für diesen Text eine Veröffentlichungsform gefunden werden muss. Der traditionelle Weg der Veröffentlichung führt über den Verlag: Aus dem Text soll ein Buch werden. Karsten Kredel, Lektor beim Suhrkamp-Verlag, zeichnet exemplarisch den Weg eines konkreten Textes des derzeitigen Verlagsprogramms nach, von der Ankunft des Textes im Verlag, über die Arbeit mit dem Autor und die Entstehung des Buches bis hin zur Werbung. Berührt werden dabei die vielfältigen Aspekte der Arbeit eines Lektors und der verlegerischen Praxis: z. B. Auswahl von Texten, Verhältnis zu Agenten, Betreuung von Autoren, Zusammenstellung eines Verlagsprogramms, wirtschaftliche Gesichtspunkte der Verlagsarbeit, Unterschiede zwischen dem Verlegen von Originaltexten und dem von Übersetzungen. Zudem war Karsten Kredel vor seiner Tätigkeit als Lektor freier Übersetzer. Es bietet sich also auch die Gelegenheit, über das Übersetzen als Vermittlung von Literatur zu diskutieren

Karsten Kredel, geboren 1973, studierte in Berlin und Cambridge/MA Nordamerikastudien, Germanistik und Afrikawissenschaften. Er hat als Journalist und als Übersetzer belletristischer Texte aus dem Englischen (u. a. DBC Pierre, Jesus von Texas) gearbeitet. Seit 2005 ist er Lektor im Suhrkamp Verlag, zuständig für angelsächsische Literatur und das Taschenbuchprogramm.