Master-Studiengang Komparatistik

Studiengangskonzept 

 

Das Profil des Mainzer M.A.-Studiengangs Komparatistik

Während sich die Einzelphilologien bei ihren Untersuchungen traditionell auf die Literatur jeweils eines Sprachraums beschränken, ist Gegenstand der Komparatistik alles, was literarische Texte unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu verschiedenen Nationalliteraturen verbindet. Dies können Beziehungen sein, die auf historischen Kontakten zwischen den Literaturen beruhen, aber auch typologische Gemeinsamkeiten, die verschiedene Literaturen unabhängig von konkreten Berührungen miteinander verbinden. Zu historischen Fragestellungen kommen deshalb solche systematischer und theoretischer Art, und neben der Vergleichenden Literaturwissenschaft ist daher die Allgemeine Literaturwissenschaft das zweite große Arbeitsgebiet der Komparatistik. Im Zeitalter der Globalisierung, die nicht nur in Wirtschaft und Politik, sondern auch auf dem Feld der Kultur zu einer immer stärkeren Vernetzung geführt hat, kommt der Komparatistik heute eine neue Aktualität zu. Ihr großes Thema ist die Internationalität der Literatur, ihr methodisches Prinzip die Interdisziplinarität. Sie verknüpft nicht nur die Arbeitsfelder verschiedener Einzelphilologien, sondern berührt sich auch mit den Fragestellungen der Kultur- und der Medienwissenschaften.

Der Mainzer Master-Studiengang Komparatistik gewinnt sein unverwechselbares Profil innerhalb der deutschen Universitätslandschaft durch die Schwerpunktsetzung in den aktuellen Forschungsfeldern Intertextualität, Interkulturalität, Intermedialität sowie im Bereich der Literaturtheorie. Die Universität Mainz ist zur Zeit in Deutschland die einzige Hochschule, an der das Studium der Komparatistik Studien in diesen zentralen Bereichen zu einem schlüssigen Gesamtkonzept integriert. Gegenüber literaturwissenschaftlichen Bachelor-Studiengängen, die vor allem auf die Vermittlung literaturwissenschaftlicher Grundkenntnisse und, arbeitsmarktorientiert, auf den Erwerb von Schlüsselqualifikationen für eine Vielzahl von Tätigkeiten zielen, zeichnet den Master-Studiengang Komparatistik eine stärkere Forschungsorientierung aus: Er qualifiziert für Tätigkeiten innerhalb wie außerhalb der Universität, die Selbstständigkeit und kritische Souveränität erfordern (Näheres im Abschnitt „Bedarf, didaktisches Konzept und Berufsfeldorientierung“). Im Unterschied zum Bachelor-Studiengang Europäische Literatur erfasst der Master-Studiengang zudem ein breiteres Spektrum literarischer Beziehungen, sein Gegenstandbereich ist idealiter die Weltliteratur. Schwerpunkte liegen dabei in Mainz im Bereich der west-, mittel- und südeuropäischen Literaturen sowie der Literaturen Nord- und Südamerikas vom 18. bis ins 21. Jahrhundert mit einem Kernbereich, der von der Romantik bis zur Gegenwartsliteratur reicht.

Mit seinen Schwerpunktsetzungen bezieht sich der Masterstudiengang auf zentrale Fragestellungen der gegenwärtigen Komparatistik. Die Auseinandersetzung mit ,Intertextualität‘ lenkt dabei die Aufmerksamkeit auf die vielfältigen Verknüpfungsformen zwischen literarischen Texten. Intertextuelle Bezüge zu untersuchen, bedeutet nicht nur, die Sinnerweiterung eines Textes durch dessen Bezugnahmen auf andere Texte zu beleuchten. Die Reflexion von Autorschaft, Originalität und literarischer Anleihe lässt zudem einen Text in seiner jeweiligen Gegenwart vor dem Hintergrund einer historischen Tiefendimension hervortreten. Eine solche Perspektive ermöglicht nicht zuletzt eine kritische Reflexion zur Kanonbildung, und sie erfasst ebenso die Bedeutung literarischer Werke für das kulturelle Gedächtnis.

Der ,interkulturelle‘ Aspekt von Literatur beleuchtet Fragen von kultureller Identität/Alterität, der Darstellung des Fremden, der Hybridisierung von Kulturen und der Migration als literarische wie auch kulturell-gesellschaftliche Phänomene. Interkulturelle Begegnungen und transkulturelle Verflechtungen stellen dabei wichtige Gesichtspunkte dar. Durch weltweite Migrationsströme und einen intensivierten Austausch zwischen den Kontinenten ist die Differenz zwischen dem kulturell Eigenen und Fremden seit längerem in Bewegung geraten. Ein Ort kritischer Reflexion auf diese Entwicklung ist die Literatur. Die interkulturelle Dimension von Literatur verdient daher gerade vor dem Hintergrund des Globalisierungsprozesses erhöhte Aufmerksamkeit.

Literatur steht in enger Beziehung und Bezugnahme, aber auch in Konkurrenz zu anderen Künsten und Medien: Der Schwerpunkt ,Intermedialität‘ trägt diesem Umstand Rechnung. In der Vergangenheit hat die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft unter dem Titel der Interarts Studies der Beziehung der Literatur zu Künsten wie Malerei, Musik, Bildhauerei eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Heute gilt das Interesse der Komparatistik verstärkt auch den neuen Medien. Untersucht werden u. a. das Verhältnis von Literatur und Film, die Zusammenhänge zwischen sprachlich verfasster Weltsicht und Bildlichkeit oder die Veränderung von Inhalten beim Wechsel von einem Medium in ein anderes. Es geht dabei um die Einsicht in die kulturgeschichtlich sich wandelnde Stellung der Literatur im Kontext der Künste und Medien und die grundsätzliche Medialität kultureller Prozesse. Beschrieben werden sich wandelnde Wirklichkeitskonstruktionen durch Medien, Phänomene medialer Selbstreferentialität sowie Bezüge der Medien untereinander.

Neben der eher historisch arbeitenden Vergleichenden Literaturwissenschaft bildet die systematisch-theoretisch verfahrende Allgemeine Literaturwissenschaft das zweite große Arbeitsfeld der Komparatistik. Literaturtheoretische Fragestellungen nehmen daher auch in Mainz einen breiten Raum ein, sie bilden zugleich den konzeptionellen Rahmen für die Behandlung von Themen aus dem Bereich Intertextualität, Interkulturalität und Intermedialität. Das Spektrum reicht von allgemeiner Ästhetik und Poetik über Gattungstheorie bis zur Übersetzungstheorie und zur Methodologie. In diesem Zusammenhang steht auch die Reflexion über das Verhältnis des gesellschaftlichen ,Teilsystems Literatur‘ zu anderen Bereichen der Kultur: Der spezifischen Bedeutung der Literarizität, die sich in Mehrdeutigkeit und Bedeutungsoffenheit äußern kann, wird im Vergleich zu anderen ästhetischen und nicht-ästhetischen Phänomenen von Kultur und Lebenswelt besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

 

Studienvoraussetzungen

Voraussetzung für das Studium ist der Nachweis eines Bachelorabschlusses oder eines gleichwertigen Studienabschlusses an einer Hochschule in Deutschland oder im Ausland, und zwar entweder des Abschlusses des Mainzer Bachelorstudiengangs Komparatistik/ Europäi­sche Literatur im Kern- oder Beifach, des Bachelorabschlusses einer anderen Universität in Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft (Komparatistik), eines Bachelor­abschlusses mit einer Fremdsprachenphilologie als Kernfach, eines Bachelorabschlusses in zwei Einzelphilologien zu Literaturen unterschiedlicher Sprache. Der Abschluss muss mindestens mit der Note 2,5 benotet sein

Studienvoraussetzung ist ferner neben der Beherrschung der deutschen Sprache die Lektürefähigkeit in Englisch und einer Sprache aus dem Kreis der romanischen, slavischen oder skandinavischen Sprachen; andere Literatursprachen können im Einzelfall zugelassen werden. Sofern nicht anderweitig nachgewiesen (z.B. durch den zuvor absolvierten Bachelorstudiengang), wird diese Lektürefähigkeit im ersten Fachsemester in zwei Übersetzungsklausuren überprüft. Kann der Nachweis der Lektürefähigkeit nicht geführt werden, ist er innerhalb von sechs Wochen nachzuholen, andernfalls ist eine Zulassung zu den Veranstaltungen des zweiten Fachsemesters nicht möglich.

 

Studieninhalte und Studienverlauf

Alle Studieninhalte des Mainzer Master-Studiengangs Komparatistik sind grundsätzlich modular organisiert. Die Module bestehen aus thematisch aufeinander bezogenen Lehrveranstaltungen und erstrecken sich über einen Zeitraum von jeweils ein bis zwei Semestern.

Der Master-Studiengang Komparatistik ist als konsekutiver Studiengang angelegt und umfasst 44 SWS. Er vermittelt in jeweils speziellen Modulen vertiefte Kenntnisse in den zentralen Forschungsbereichen der Mainzer Komparatistik: Intertextualität, Interkulturalität, Intermedialität und Literaturtheorie. Zwei zusammen mit dem Mainzer Studium Generale erarbeitete Module (Interdisziplinarität I und II) zielen zudem darauf, die für komparatistisches Arbeiten erforderlichen interdisziplinären Kompetenzen besonders zu fördern und Interdisziplinarität als zentrales methodisches Prinzip der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft eigens zu reflektieren. Sie stellen einen integralen Bestandteil des Studiengangs dar. Ein Vertiefungsmodul soll dem Wunsch vieler Studierender nach freier Veranstaltungswahl und Flexibilisierung des Stundenplans entgegenkommen und zugleich der individuellen Schwerpunktsetzung dienen. Gewählt werden können Veranstaltungen aus den Bereichen Intertextualität, Interkulturalität, Intermedialität und Literaturtheorie, wobei im Sinne der Schwerpunktbildung empfohlen wird, Veranstaltungen aus zwei Bereichen zu wählen. Ein Abschlussmodul dient wesentlich der Vorbereitung der schriftlichen M.A.-Arbeit.

Der Studiengang umfasst so die Module 1: Intertextualität, 2: Interkulturalität, 3: Intermedialität, 4: Literaturtheorie, 5.a und 5.b: Interdisziplinarität I/II, 6: Vertiefungsmodul, 7: Abschlussmodul. Ziel ist es, die Studierenden zu einer eigenständigen und kreativen Auseinandersetzung mit aktuellen Positionen und Diskussionen komparatistischer Forschung anzuleiten und ihnen eine persönliche Schwerpunktbildung zu ermöglichen. Die selbstständige Auseinandersetzung mit einem ausgewählten Forschungsschwerpunkt der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft findet ihren Niederschlag in der den Studiengang abschließenden M.A.-Arbeit. In der mündlichen Abschlussprüfung werden die in den einzelnen Modulen erworbenen Kenntnisse im Zusammenhang geprüft.

 

Internationale Ausrichtung des Studiengangs

Die Zusammenarbeit mit anderen Universitäten und Instituten, besonders im Ausland, ist für ein interdisziplinär und international angelegtes Fach wie die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft eine Selbstverständlichkeit. Zur Zeit bestehen institutionalisierte Kooperationen mit der französischen Université de Bourgogne Dijon und mit der niederländischen Rijksuniversiteit Groningen; eine Kooperation mit dem Queen Mary College der University of London, die bereits auf der Ebene der Forschung besteht, soll weiter ausgebaut werden. Zum Zweck eines institutionalisierten künftigen Austausches befinden wir uns darüber hinaus in Gesprächen mit den Universitäten Barcelona und Lexington (Kentucky/USA). Ferner gibt es eine Reihe von projektbezogenen Kooperationen mit amerikanischen und israelischen Universitäten.

Diese Kooperationen erlauben selbstverständlich nicht nur die Vermittlung von Studierenden an die betreffenden Universitäten, sondern zugleich auch Lehraufenthalte von ausländischen Wissenschaftlern in Mainz und von Mainzer Lehrenden im Ausland. In Zukunft sollen diese Kooperationen weiter gepflegt und einige Kontakte zu institutionalisierten Verbindungen ausgeweitet werden, um die Bandbreite der Möglichkeiten für die befruchtende Zusammenarbeit mit ausländischen Kollegen und Kolleginnen und für horizonterweiternde Auslandsaufenthalte der Studierenden zu vergrößern.

Den Studierenden des Studiengangs wird ein Auslandssemester empfohlen (siehe unten den Abschnitt „Integration von Auslandsaufenthalten“).

 

Didaktisches Konzept und Berufsfeldorientierung

Angesichts einer immer enger zusammenwachsenden Weltgesellschaft und sich intensivierender kultureller Austauschprozesse zwischen Ländern und Kontinenten unterschiedlicher Sprache und Kultur erfreut sich die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft in den letzten Jahren bundesweit eines zunehmenden Interesses, was sich vor allem in einem Zuwachs der Studierendenzahlen ausdrückt. Mit zur Zeit über 600 Studierenden gehört das Mainzer Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft zu den größten seiner Art in Deutschland und Europa.

Die Attraktivität des Studiengangs erwächst neben seiner internationalen und interdisziplinären Ausrichtung vor allem aus seinen Akzentsetzungen auf den erwähnten Forschungsfeldern der Intertextualität, Interkulturalität und Intermedialität sowie im Bereich der Literaturtheorie. Er vermittelt dabei umfangreiche Kenntnisse über die Literaturen Europas und Amerikas vom 18. bis zum 21. Jahrhundert. Den Studierenden eröffnet sich ein breites Spektrum von Ansätzen und Methoden für die empirische Untersuchung und theoretische Analyse kultureller und insbesondere ästhetischer Phänomene im Kontext einer sich immer schneller entwickelnden Kultur- und Medienlandschaft. Literatur unterschiedlicher Sprachen und Kulturen wird von einem die Grenzen der Nationalphilologien überwindenden kulturvergleichenden Standpunkt aus betrachtet und zudem mit ästhetischen Phänomenen anderer Künste und Medien in Verbindung gebracht. Die Studierenden werden mit Verfahren der interdisziplinären Betrachtung ästhetischer und kultureller Phänomene vertraut gemacht und erwerben so die notwendigen Fähigkeiten, sich frei und sicher im komplizierten Feld der intermedialen und interkulturellen Diskurse zu bewegen. Der Studiengang wird damit den Anforderungen des 21. Jahrhunderts für den Umgang mit Literatur und kulturellen Phänomenen überhaupt in besonderer Weise gerecht und bietet fortgeschrittenen Studierenden die Möglichkeit, Anschluss an die aktuellen Diskussionen des Fachs zu finden. Die Kreativität und Selbstständigkeit im Umgang mit komparatistischen Problemstellungen soll dabei besonders gefördert werden. Das für das letzte Semester vorgesehene Abschlussmodul soll speziell dazu dienen, die Studierenden bei der Konzeption und Durchführung eigener Arbeitsvorhaben (M.A.-Arbeit) unterstützend zu begleiten.

Der Master-Studiengang Komparatistik zielt so im Unterschied zu den eher grundlegenden Bachelor-Studiengängen insbesondere auf die Ausbildung weiterer wissenschaftlicher Qualifikationen. Er befähigt insbesondere zur selbstständigen Durchdringung komplexer wissenschaftlicher Gegenstände, zur kritischen Bewertung vorliegender Forschungsbeiträge und nicht zuletzt zur Entwicklung eigener komparatistischer Fragestellungen.

Für die späteren beruflichen Möglichkeiten der Studierenden ist wichtig, dass der Studiengang neben den wissenschaftlichen Qualifikationen im engeren Sinn allerdings auch eine Reihe von Schlüsselqualifikationen vermittelt, die nicht allein für literaturwissenschaftliche, sondern auch für zahlreiche andere Tätigkeiten bedeutsam sind. Hierzu gehören u. a. interdisziplinäres Arbeiten, das Vermögen der präzisen Analyse und Interpretation von künstlerischen und wissenschaftlichen Texten in mindestens drei Sprachen, die Kompetenz, komplexe Sachverhalte präzise und konzise darzustellen und zu präsentieren, die Kunst, Verbindendes zu erkennen, wo andere nur Trennendes sehen, und die Fähigkeit, flexibel auf kulturelle Veränderungen zu reagieren. Darüber hinaus vermag das Studium der Komparatistik im Unterschied zum Studium anderer Literaturwissenschaften eine besondere intertextuelle, interkulturelle und intermediale Kompetenz aufzubauen: Es sensibilisiert für das kulturell Fremde und Andere, und es vermag die Einsicht in die spezifische Leistungsfähigkeit und die Grenzen verschiedener Medien zu vermitteln.

Wie die anderen nicht lehramtsbezogenen Studiengänge in den Geistes- und Kulturwissenschaften bildet der Master-Studiengang Komparatistik Studierende nicht auf ein bestimmtes Berufsziel hin aus. Der Studiengang vermittelt jedoch mit den dargestellten Schlüsselqualifikationen sowie den interkulturellen und intermedialen Kompetenzen Kenntnisse und Fähigkeiten, die die Absolventinnen und Absolventen zu bevorzugten Kandidaten für vielfältige Positionen machen. Es eröffnen sich ihnen Möglichkeiten in Verlagen (etwa als Lektor) oder bei Zeitungen (z.B. im Feuilleton), beim Rundfunk oder beim Fernsehen (z.B. bei Kulturmagazinen), bei Online-Plattformen (z.B. als Redakteur), im Theater (z.B. in der Dramaturgie oder auch Regie) oder bei kulturellen Institutionen des In- und Auslands (z.B. in Presseabteilungen). Mit den wissenschaftlichen Qualifikationen im engeren Sinn eröffnet der Studiengang zudem Arbeitsmöglichkeiten im Bereich der Lehre oder der Forschung, an der Universität, in Archiven oder bei Akademien. Auch für freiberufliche Tätigkeiten im Bereich der Publizistik, des Lektorats oder der literarischen Übersetzung werden durch den Studiengang die Voraussetzungen geschaffen.

Ein studienbegleitendes Praktikum wird allen Studierenden des Studiengangs empfohlen.

 

Studienbeginn

Regulärer Studienbeginn ist im Wintersemester. In Ausnahmefällen (wenn etwa der vorangehende Bachelor-Studiengang im Wintersemester endet) kann ein Studium auch zum Sommersemester aufgenommen werden.

Nur bei einem Studienbeginn im Wintersemester ist eine optimale Veranstaltungsreihenfolge in den einzelnen Modulen gewährleistet, nur so kann die in jedem Modul vorgesehene einführende Vorlesung schon zu Beginn des Moduls gehört werden. Bei einem Studienbeginn im Wintersemester lässt sich zudem ein mögliches Auslandssemester sinnvoller und reibungsfreier integrieren. 

 

Integration von Auslandsaufenthalten

Auslandsaufenthalte – zum Zweck eines Auslandssemesters oder eines Auslandspraktikums – sind im Rahmen eines Komparatistik-Studiums unbedingt zu empfehlen. Das gilt insbesondere für diejenigen Studierenden, die im Rahmen ihres Bachelor-Studiengangs noch keinen Aufenthalt im Ausland absolviert haben. Auslandsaufenthalte können an verschiedenen Stellen des Studiengangs integriert werden.

Für ein Auslandssemester innerhalb des regulären, im Wintersemester beginnenden Studiengangs empfiehlt sich das 3. Fachsemester. Im Ausland erbrachte Prüfungsleistungen können im Rahmen der geltenden Anerkennungsbestimmungen anerkannt werden. Sollten im Ausland keine Prüfungsleistungen abgelegt werden können, die mit den im Mainzer Studiengang geforderten äquivalent sind, können die für das 3. Fachsemester vorgesehenen Modulprüfungen der Module 3 und 4 zum Zweck des Auslandssemesters vom 3. auf das 2. Semester vorgezogen werden. Wird das Studium ausnahmsweise zum Sommersemester begonnen, empfiehlt sich das 2. Fachsemester für ein Auslandssemester. Sollten auch in diesem Fall im Ausland keine Prüfungsleistungen abgelegt werden können, die mit den im Mainzer Studiengang geforderten äquivalent sind, können die für das 2. Fachsemester vorgesehenen Modulprüfungen der Module 3 und 4 zum Zweck des Auslandssemesters vom 2. auf das 1. Semester vorgezogen werden. Hinsichtlich der Anerkennungsmöglichkeiten im Ausland erbrachter Prüfungsleistungen ist rechtzeitig mit der Studienfachberatung Rücksprache zu halten.

Endet der vorhergehende Bachelor-Studiengang im Wintersemester, kann ein Auslandsaufenthalt (vorzugsweise für ein Auslandspraktikum) auch in die Zeit des anschließenden Sommersemesters gelegt werden. In diesem Fall schreiben sich die Studierenden zum Sommersemester in den Master-Studiengang ein und lassen sich zum Zweck des Auslandsaufenthalts für das 1. Fachsemester beurlauben.

Auslandspraktika lassen sich im regulären Studiengang in die vorlesungsfreie Zeit legen.

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