Vorlesungen

Hinweis: Die Zugehörigkeit der Lehrveranstaltungen zu den einzelnen Modulen des B.A.-Studiengangs Komparatistik/Europäische Literatur, des M.A.-Studiengangs Komparatistik und des M.A.-Studiengangs Weltliteratur ist durch Kurztitel der Module nach den Lehrveranstaltungstitel angegeben.

 

V Einführung in die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (BA Modul Einführung)       

W. Eckel

2-std., Do, 14 – 16 Uhr, N 6

Beginn: 19. April 2018      

Im Hinblick auf eine theoretische und methodologische Fundierung des Studiums der europäischen Literatur möchte die Vorlesung mit den zentralen Konzepten und Fragestellungen der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft (AVL) bekannt machen. Sie begleitet und ergänzt das gleichnamige Einführungsproseminar. Neben einigen der auch dort behandelten Themen sind Gegenstand vor allem grundlegende Konzepte von Literatur, Probleme der literarischen Kanonbildung („Weltliteratur“), Fragen des literarischen Austauschs zwischen Sprachräumen und Kulturen (Intertextualität, Interkulturalität). Auch auf die Geschichte der AVL soll ein Blick geworfen werden.

 

V Einführung in die Literaturtheorie (BA Modul Literaturtheorie)

F. Zipfel

2-std., Do , 12 – 14 Uhr, P 2

Beginn: 19. April 2018    

Was ist Literatur? Diese Frage kann als die Grundfrage jeder allgemeinen Literaturtheorie angesehen werden. Sie ist auch die leitende Fragestellung der Vorlesung. Die äußerst verschiedenartigen Antworten auf die nur scheinbar einfache Frage „Was ist Literatur?“ werden vorgestellt und diskutiert. Zudem werden die unterschiedlichen Herangehensweisen der verschiedenen Antwortversuche und ihre Voraussetzungen erläutert. Dabei werden grundlegende literaturtheoretische Begriffe wie „literarischer Text“, „Autor“, „Leser“, „Kontext“, „Interpretation“, „Bedeutung“ sowie deren Verständnis in den unterschiedlichen theoretischen Ansätzen erörtert.

 

V Lyrik des 20. Jahrhunderts (BA Modul Vergleichende europäische Literaturgeschichte)

D. Lamping

2-std., Di, 12 – 14 Uhr, P 5

Beginn: 17. April 2018

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Lyrik des 20. Jahrhunderts, anhand von Porträts der bedeutendsten Dichter dieser Zeit wie Rainer Maria Rilke, Guiseppe Ungaretti, Ezra Pound, Federico García Lorca, Boris Pasternak, William Carlos Williams, Pablo Neruda und anderen.

 

V Literatur intermedial (MA Modul Intermedialität, MA Modul Vertiefung)   

W. Eckel

2-std., Di, 14 – 16 Uhr, P 2

Beginn: 17. April 2018

Angeregt durch die Intertextualitätsforschung hat die Intermedialitätsforschung seit den 1990er Jahren enormen Auftrieb erhalten. Literarische Texte stehen ja nicht nur in Beziehungen zu anderen (literarischen) Texten, sondern auch zu Hervorbringungen in anderen Künsten und Medien. Nach Gilles Deleuze gibt es „kein Kunstwerk, das nicht seine Fortsetzung oder seinen Ursprung in anderen Künsten hat“. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt: Ein Roman wird verfilmt, zu einem Comic verarbeitet oder umgeschrieben für die Bühne; Gedichte werden vertont; ein Prosatext liest in ein Gemälde der Kunstgeschichte eine Geschichte hinein; ein Buch wird umgekehrt durch Zeichnungen illustriert; eine Erzählung übernimmt Verfahrensweisens des Films oder adaptiert Strukturschemata der Musik; im Theater wird der Dramentext mit dem Bühnenbild, der Schauspielmusik oder einer eingespielten Videosequenz kombiniert usw. So wie intermediale Beziehungen das Verständnis der Texte oft entscheidend mitbestimmen, bestimmt die Literatur in diesen Beziehungen oft das Verständnis der Musik, der Fotografie oder der tänzerischen Bewegung. Doch berührt Intermedialität nicht nur die Dimension des Sinns, sondern oft auch die konkrete Sinnlichkeit des literarischen Textes.Die Vorlesung möchte in das Arbeitsgebiet der Intermedialitätsforschung aus literaturwissenschaftlicher Perspektive einführen. Wichtige Theoriemodelle sollen vorgestellt und an Fallbeispielen erläutert werden.

Zur Einführung: Peter Zima (Hg.): Literatur intermedial. Musik – Malerei – Photographie – Film. Darmstadt 1995; Jörg Helbig (Hg.): Intermedialität. Theorie und Praxis eines interdisziplinären Forschungsgebiets. Berlin 1998; Irina O. Rajewsky: Intermedialität. Tübingen, Basel 2002; Roger Lüdeke (Hg.) Intermedium Literatur. Beiträge zu einer Medientheorie der Literaturwissenschaft. Göttingen 2004; Achim Hölter (Hg.): Comparative Arts. Universelle Ästhetik im Fokus der vergleichenden Literaturwissenschaft. Heidelberg 2011; Jörg Robert: Einführung in die Intermedialität. Darmstadt 2014; Benthien, Claudia / Weingart, Brigitte (Hg.): Handbuch Literatur & Visuelle Kultur. Berlin 2014 [online-Ressource]; Volker C. Dörr (Hg.): Intertextualität, Intermedialität, Transmedialität. Zur Beziehung zwischen Literatur und anderen Medien. Würzburg 2014; Gabriele Rippl (Hg.): Handbook of Intermediality. Literature – Image – Sound – Music. Berlin 2016 [online-Ressource].

 

V Postmoderne (MA Modul Theorie der Literatur, MA Modul Vertiefung)

S. Seiler

2-std., Mo, 12 – 14 Uhr, P 3

Beginn: 16. April 2018

Kaum eine literarische Epoche unterliegt so vielen Missverständnissen und Fehlzuschreibungen wie die Postmoderne. Ist sie überhaupt eine Epoche oder nur eine Schreibweise? Und was genau bedeutet es, wenn ein Text als ‚postmodern‘ bezeichnet wird? Leben wir noch in der Postmoderne, oder ist diese längst beendet? Im Mittelpunkt der Vorlesung steht vor allem die Frage, wie sie einerseits philosophisch, andererseits literaturtheoretisch beschrieben, untersucht und teilweise auch verworfen wurde. Dabei wird sowohl die französische Philosophie, vor allem aber auch die daran anschließende amerikanische Literaturtheorie eine bedeutende Rolle spielen. Dazu soll auch auf zeitgenössische Theorien wie etwa die Hauntology und die Demonology eingegangen werden, die in der Folge postmoderner Theoriebildung entstanden sind.