MA Weltliteratur

Das Zeitalter der Globalisierung hat nicht nur in Wirtschaft und Politik, sondern auch auf dem Feld der Kultur zu einer immer stärkeren Vernetzung geführt. Die Internationalisierung der Literatur ist, was ihre Verbreitung insbesondere durch Übersetzung und die intertextuellen Beziehungen der Texte angeht, inzwischen offensichtlich. Der interdisziplinäre Mainzer Master-Studiengang Weltliteratur am Fachbereich 05 „Philosophie und Philologie“ trägt dieser Entwicklung Rechnung. An ihm sind neben der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft (Komparatistik) die Fächer Anglistik, Romanistik, Slavistik, Orientkunde (mit türkischer Literaturwissenschaft), Indologie und Buchwissenschaft beteiligt; aus dem Nachbarfachbereich 07 „Geschichts- und Kulturwissenschaften“ kommen noch die Afrikastudien hinzu. Gegenstand des Studiengangs ist die Weltliteratur als der vielschichtig-dynamische Beziehungszusammenhang zwischen verschiedensprachigen Einzelliteraturen, insbesondere zwischen den Literaturen Mittel- und Westeuropas sowie Nord- und Südamerikas (die traditionell den Schwerpunkt der der Mainzer Komparatistik bilden), den verschiedenen anglophonen Literaturen weltweit, den slavischen Literaturen sowie diversen afrikanischen und asiatischen Literaturen. Darüber hinaus werden durch die buchwissenschaftliche Perspektive die materiellen und medialen Voraussetzungen (z.B. Buchdruck, e-book usw.) sowie die sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen (z.B. international operierende Verlage mit ihren am Weltmarkt orientierten Produktionen und Distributionsnetzen) der internationalen Literaturbeziehungen beleuchtet.

Inhaltlich bezieht sich der Master-Studiengang Weltliteratur auf zentrale Fragestellungen der gegenwärtigen Literaturwissenschaft und setzt systematische Schwerpunkte in den Bereichen Intertextualität, Interkulturalität, Theorie der Weltliteratur und zweier Einzelphilologien (bzw. einer Einzelphilologie und Buchwissenschaft). In historischer Hinsicht fokussiert er vor allem auf die Literatur des 18.-21. Jahrhunderts, in der Internationalisierungseffekte in verstärktem Maß wahrnehmbar sind, greift aber zur Verdeutlichung von Traditionslinien auch gelegentlich historisch weiter aus.

 

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