Lehrveranstaltungen
SOMMERSEMESTER 2012
Hinweis: Die Zugehörigkeit der Lehrveranstaltungen zu den einzelnen Modulen des B.A.-Studiengangs Komparatistik/Europäische Literatur ist mit folgenden Kürzeln gekennzeichnet: BA: KF = Kernfach, BF = Beifach. Die Zahl dahinter gibt das Semester im Rahmen des Studienverlaufplans an.
Die Zugehörigkeit der Lehrveranstaltungen zu den einzelnen Modulen des M.A.-Studiengangs Komparatistik ist mit dem Kürzel „MA: M“ gekennzeichnet. Die Zahl dahinter gibt das Semester im Rahmen des Studienverlaufplans an.
Die für den Magister-Studiengang geöffneten Veranstaltungen sind mit „Magister“ gekennzeichnet.
VORLESUNGEN
201 V Lyriktheorie (MA: M 1, M 2 und Magister)
D. Lamping
2-std., Di, 12 – 14 Uhr, P 3
Beginn: 17. April 2012
Die Lyrik-Theorie hat nach einer Zeit der Stagnation in den letzten zehn Jahren eine Belebung erfahren. Die Vorlesung gibt einen Überblick über die wichtigsten Theorien seit den 40-er Jahren. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, was lyrisch und was ein lyrisches Gedicht sei, wie man es erkennt, beschreibt und interpretiert. Hinzu kommen Fragen nach der Vermittlung und Bewertung von Lyrik, wobei das Problem eines Kanons lyrischer Gedichte eingeschlossen ist.
202 V Konzeptionen der Moderne (BA: BF 5, MA: M 2 und Magister)
W. Eckel
2-std., Do, 14 – 16 Uhr, P 3
Beginn: 19. April 2012
Der Begriff der Moderne gehört unter den landläufigen Epochenbegriffen zu den schillerndsten. Je nach Kontext kann er recht Unterschiedliches bezeichnen: Wird er in Geschichtswissenschaft und Philosophie oft mit der gesamten Neuzeit seit der Renaissance identifiziert, reservieren Soziologen den Begriff gern für die Epoche der modernen bürgerlichen Gesellschaft, die Zeit seit der Französischen Revolution. Der literatur- und kunstwissenschaftliche Sprachgebrauch lehnt sich zum Teil an den dieser Nachbardisziplinen an, kennt aber vor allem auch die Verwendung des Begriffs zur zusammenfassenden Bezeichnung der ästhetisch innovativen Autoren, Künstler und Bewegungen Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts, vornehmlich jener der sog. "Klassischen Moderne".
Die Verwendungsweisen des Modernebegriffs sind also durchaus widersprüchlich. Nicht nur das Startdatum der Moderne ist strittig, sondern auch die Frage, wann sie endet, ja ob sie überhaupt ein Ende hat, oder ob auch die sog. "Postmoderne" noch als Teil der Moderne begriffen werden muss. Darin liegt letztlich die Frage, ob es sich beim Modernebegriff überhaupt um einen Epochenbegriff oder nicht vielmehr um einen auf Selbstbeschreibung zielenden Strukturbegriff handelt, mit dem unsere Gegenwart sich von der Vergangenheit als einer Vormoderne abgrenzt.
Die Vorlesung möchte die gegenwärtig wichtigsten Modernekonzeptionen vorstellen und in einen kritischen Diskussionszusammenhang bringen. Die Konsequenzen für die Literaturgeschichtsschreibung sollen am Beispiel ausgewählter Texte und Autoren der europäischen Literatur erörtert werden. In komparatistischer Perspektive wird auch zu fragen sein, wie der deutsche Begriff der Moderne, zum dem ein genaues Äquivalent in anderen Sprachen fehlt, auf die Literaturgeschichten anderer Länder übertragen und an dort gängige verwandte Konzeptualisierungen (z.B. engl. "modernism", "modernity“, "modern times") angeschlossen werden kann.
Forschungsliteratur: Berg, Christian (Hg.): The Turn of the Century: Modernism and Modernity in Literature and the Art, Berlin 1995; Bradbury, Malcolm (Hg.): Modernism. A Guide to European Literature 1890-1930, London 1991; Jauß, Hans Robert: Literarische Tradition und gegenwärtiges Bewußtsein der Modernität (1965), in: ders.: Literaturgeschichte als Provokation, Frankfurt a.M. 1970, S. 11-66; Kiesel, Helmuth: Geschichte der literarischen Moderne. Sprache, Ästhetik, Dichtung, München 2004; Lewis, Pericles: The Cambridge Introduction to Modernism, Cambridge 2007: Piechotta, Hans Joachim u.a. (Hg.): Die literarische Moderne in Europa, 3 Bde., Opladen 1994; Vietta, Silvio: Die literarische Moderne. Eine problemgeschichtliche Darstellung der deutschsprachigen Literatur von Hölderlin bis Thomas Bernhard, Stuttgart 1992; Wilson, Leigh: Modernism, London 2007; Žmegač, Viktor: Moderne/Modernität, in: Borchmeyer/Žmegač (Hg.): Moderne Literatur in Grundbegriffen, Frankfurt a.M. 1987, S. 250-258.
203 V Einführung in die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (BA: KF 1, BF 1)
O. Müller
2-std., Do, 16-18 Uhr, N3 (Muschel)
Beginn:
Im Hinblick auf eine theoretische und methodologische Fundierung des Studiums der europäischen Literatur möchte die Vorlesung mit den zentralen Konzepten und Fragestellungen der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft (AVL) bekannt machen. Sie begleitet und ergänzt das gleichnamige Einführungsproseminar. Neben einigen der auch dort behandelten Themen sind Gegenstand vor allem grundlegende Konzepte von Literatur, Probleme der literarischen Kanonbildung („Weltliteratur“), Fragen des literarischen Austauschs zwischen Sprachräumen und Kulturen (Intertextualität, Interkulturalität). Auch auf die Geschichte der AVL soll ein Blick geworfen werden.
204 V Einführung in die Literaturtheorie (BA: KF 2, KF 3, BF 3, BF 4)
F. Zipfel
2-std., Do, 12 – 14 Uhr, P 3
Beginn: 19. April 2012
Was ist Literatur? Diese Frage kann als die Grundfrage jeder allgemeinen Literaturtheorie angesehen werden. Sie ist auch die leitende Fragestellung der Vorlesung. Die äußerst verschiedenartigen Antworten auf die nur scheinbar einfache Frage „Was ist Literatur?“ werden vorgestellt und diskutiert. Zudem werden die unterschiedlichen Herangehensweisen der verschiedenen Antwortversuche und ihre Voraussetzungen erläutert. Dabei werden grundlegende literaturtheoretische Begriffe wie „literarischer Text“, „Autor“, „Leser“, „Kontext“, „Interpretation“, „Bedeutung“ sowie deren Verständnis in den unterschiedlichen theoretischen Ansätzen erörtert.
Zur Vorbereitung und Einführung: Köppe, Tilmann/Winko, Simone: Neuere Literaturtheorien: Eine Einführung. Stuttgart 2008.
205 V Literaturwissenschaftliche Intermedialitätsforschung (MA: M 1, M 2 und Magister)
S. Poppe
2-std., Mi, 12 – 14 Uhr, HS 15 (Eingang: Becher-Weg 4, Forum 7)
Beginn: 18. April 2012
Der Vergleich der Literatur mit anderen Künsten gehört seit der Entstehung des Fachs in den Gegenstandsbereich der Komparatistik. Seit den 1990er Jahren ist dieser Gegenstandsbereich unter dem Begriff ›Intermedialität‹ mehr und mehr ins Zentrum geisteswissenschaftlicher Forschung gerückt. Was aber versteht man unter Intermedialität? Inwiefern kann Literatur als Medium verstanden werden und in welcher Weise lässt sie sich mit anderen Künsten und Medien vergleichen? Diesen Fragen widmet sich die Vorlesung, die als Einführung in die literaturwissenschaftliche Intermedialitätsforschung gedacht ist. Dabei werden die wichtigsten theoretischen Definitionen und Ansätze der vergangenen Jahre vorgestellt und anhand zahlreicher Beispiele aus Literatur sowie anderen Künsten und Medien veranschaulicht.
PROSEMINARE UND SEMINARE
206 Einführung in die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (BA: KF 1, BF 1)
S. Seiler
2-std., Mo, 10 – 12, P 110
Beginn: 16. April 2012
Die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft bildet die theoretische und methodologische Grundlage für das Studium der europäischen Literatur. Das Seminar bietet eine Einführung in die für dieses Studium grundlegenden Fragestellungen und Themengebiete. Hierzu gehören u.a. Grundlagen der Textanalyse und des Vergleichs, die Unterscheidung literarischer Gattungen, die Erforschung der Beziehungen zwischen Texten (Intertextualität) sowie Übersetzungsvergleich und Übersetzungstheorie. In diesen Untersuchungs-gebieten werden anhand der Lektüre und Untersuchung ausgewählter Textbeispiele aus der europäischen Literatur Grundkenntnisse vermittelt, die im Laufe des Studiums vertieft werden.
207 PrS Einführung in die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (BA: KF 1, BF 1)
C. Mannweiler
2-std., Do, 12 – 14 Uhr, P 110
Beginn: 19. April 2012
Die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft bildet die theoretische und methodologische Grundlage für das Studium der europäischen Literatur. Das Seminar bietet eine Einführung in die für dieses Studium grundlegenden Fragestellungen und Themengebiete. Hierzu gehören u.a. Grundlagen der Textanalyse und des Vergleichs, die Unterscheidung literarischer Gattungen, die Erforschung der Beziehungen zwischen Texten (Intertextualität) sowie Übersetzungsvergleich und Übersetzungstheorie. In diesen Untersuchungs-gebieten werden anhand der Lektüre und Untersuchung ausgewählter Textbeispiele aus der europäischen Literatur Grundkenntnisse vermittelt, die im Laufe des Studiums vertieft werden.
208 PrS Einführung in literaturwissenschaftliches Arbeiten (BA: KF 1, BF 1)
K. Rakoczy
2-std., Blockseminar (16. April – 31. Mai 2012)
Mo, 18 – 20 Uhr, und Do, 18 – 20 Uhr
Im BKM Gebäude Raum 00 142, Kantstraße 2
Beginn: 16. April 2012 .
Im Seminar werden grundlegende Kenntnisse zum „Handwerkszeug“ der Literaturwissenschaft vermittelt. Hierzu gehören: Aufbau und Funktion unterschiedlicher Editionen von literarischen Texten, Umgang mit Nachschlagewerken und Handbüchern, Auffinden (Bibliographieren) und Verwenden (Zitieren) von wissenschaftlicher Literatur zu einem Thema, Einführung in wissenschaftliche und literarische Zeitschriften, Einführung in die schriftliche (Hausarbeit) und mündliche (Referat) Präsentation der Ergebnisse literaturwissenschaftlicher Untersuchungen. Die gesamten Themenbereiche werden am Beispiel klassischer Texte der europäischen Literatur erarbeitet und konkretisiert.
209 PrS Einführung in literaturwissenschaftliches Arbeiten (BA: KF 1, BF 1)
C. Mannweiler
2-std., Mo, 16 – 18 Uhr, P 110
Beginn: 16. April 2012
Im Seminar werden grundlegende Kenntnisse zum „Handwerkszeug“ der Literaturwissenschaft vermittelt. Hierzu gehören: Aufbau und Funktion unterschiedlicher Editionen von literarischen Texten, Umgang mit Nachschlagewerken und Handbüchern, Auffinden (Bibliographieren) und Verwenden (Zitieren) von wissenschaftlicher Literatur zu einem Thema, Einführung in wissenschaftliche und literarische Zeitschriften, Einführung in die schriftliche (Hausarbeit) und mündliche (Referat) Präsentation der Ergebnisse literaturwissenschaftlicher Untersuchungen. Die gesamten Themenbereiche werden am Beispiel klassischer Texte der europäischen Literatur erarbeitet und konkretisiert.
210 PrS Grundbegriffe der Textanalyse (BA: KF 1, BF 2)
S. Elpers
4-std., Di, 18 – 20 Uhr , P 6
und Do, 08:30 – 10 Uhr, P 107
Beginn: 17. April 2012
Die Grundlage jeder wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Literatur ist die Analyse literarischer Texte. Unterschiedliche Gattungen erfordern dabei spezifische, auf die jeweilige Textsorte abgestimmte Instrumentarien. In der Literaturwissenschaft wurden für die drei Großgattungen Lyrik, Drama, Erzählen jeweils eigene Analyse- und Beschreibungskategorien entwickelt. Im Seminar wird ein Überblick über die unterschiedlichen Beschreibungskategorien für die Analyse von lyrischen, dramatischen und erzählenden Texten in vergleichender Perspektive am Beispiel klassischer Texte der europäischen Literatur erarbeitet.
211 PrS Grundbegriffe der Textanalyse (BA: KF 1, BF 2)
C. Rudek
4-std., Mo, 12 – 14 Uhr , P 205
und Do, 14 – 16 Uhr, P 105
Beginn: 16. April 2012
Die Grundlage jeder wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Literatur ist die Analyse literarischer Texte. Unterschiedliche Gattungen erfordern dabei spezifische, auf die jeweilige Textsorte abgestimmte Instrumentarien. In der Literaturwissenschaft wurden für die drei Großgattungen Lyrik, Drama, Erzählen jeweils eigene Analyse- und Beschreibungskategorien entwickelt. Im Seminar wird ein Überblick über die unterschiedlichen Beschreibungskategorien für die Analyse von lyrischen, dramatischen und erzählenden Texten in vergleichender Perspektive am Beispiel klassischer Texte der europäischen Literatur erarbeitet.
212 PrS Grundbegriffe der Textanalyse (BA: KF 1, BF 2)
O. Müller
4-std., Di, 16 – 18 Uhr, SB 1 , 00-147, Welder Weg 27
Mi, 16 – 18 Uhr, P 207
Beginn: 17. April 2012
Die Grundlage jeder wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Literatur ist die Analyse literarischer Texte. Unterschiedliche Gattungen erfordern dabei spezifische, auf die jeweilige Textsorte abgestimmte Instrumentarien. In der Literaturwissenschaft wurden für die drei Großgattungen Lyrik, Drama, Erzählen jeweils eigene Analyse- und Beschreibungskategorien entwickelt. Im Seminar wird ein Überblick über die unterschiedlichen Beschreibungskategorien für die Analyse von lyrischen, dramatischen und erzählenden Texten in vergleichender Perspektive am Beispiel klassischer Texte der europäischen Literatur erarbeitet.
213 PrS Literaturwissenschaftliche Modelle und Methoden (BA: KF 2)
R. Roßbach
2-std., Mi, 14 – 16 Uhr, P 208
Beginn: 18. April 2012
Literarische Texte können nach verschiedenen theoretischen Vorgaben und Methoden interpretiert und eingeordnet werden. Diese literaturwiss-enschaftlichen Methoden und ihr theoretischer Hintergrund (bspw. Hermeneutik, Rezeptionsästhetik, Formalismus, Strukturalismus, Diskursanalyse, Poststrukturalismus, Semiotik, New Historicism, Gender Studies, usw.) sollen im Seminar eingehend behandelt, erprobt und diskutiert werden. Dies geschieht anhand ausgewählter literarischer Beispieltexte, die von verschiedenen Theoretikern mit unterschiedlichen Methoden untersucht und interpretiert wurden. Ziel des Seminars ist eine gute Kenntnis der verschiedenen Untersuchungsmodelle sowie die Fähigkeit, ihre Anwendbarkeit kritisch einschätzen zu können.
214 PrS Literaturwissenschaftliche Modelle und Methoden (BA: KF 2)
M. Slavtscheva
2-std., Fr, 10 – 12 Uhr, P 205
Beginn:
Literarische Texte können nach verschiedenen theoretischen Vorgaben und Methoden interpretiert und eingeordnet werden. Diese literaturwiss-enschaftlichen Methoden und ihr theoretischer Hintergrund (bspw. Hermeneutik, Rezeptionsästhetik, Formalismus, Strukturalismus, Diskursanalyse, Poststrukturalismus, Semiotik, New Historicism, Gender Studies, usw.) sollen im Seminar eingehend behandelt, erprobt und diskutiert werden. Dies geschieht anhand ausgewählter literarischer Beispieltexte, die von verschiedenen Theoretikern mit unterschiedlichen Methoden untersucht und interpretiert wurden. Ziel des Seminars ist eine gute Kenntnis der verschiedenen Untersuchungsmodelle sowie die Fähigkeit, ihre Anwendbarkeit kritisch einschätzen zu können.
215 PrS Literaturtheorie (Poetik): Mythentheorie (BA: KF 2, KF 3)
M. Kopf
2-std., Mi, 08:30 – 10 Uhr, P 107
Beginn: 18. April 2012
Das Interesse am Mythischen scheint auch in der angeblich entzauberten Moderne nicht zum Stillstand zu kommen. So wird das „postmoderne Klima“ als „mythophil“ charakterisiert (Assmann). Für die Literaturwissenschaft relevant wird der Mythosbegriff vor allem durch Mythenrezeption und –tradierung, aber auch durch seine Bedeutungsdimension als erzählende Darstellung. So gelten Mythen als „traditionelle Erzählungen“ (Burkert) oder als „narrative Überlieferung aus einer vorschriftlichen Epoche“ (Heidmann-Vischer). Darüber hinaus gibt es die Tendenz, die Literatur ganz aus dem Mythos abzuleiten (Frye). Über die Definition des Begriffs herrscht keineswegs Einigkeit. Was ein Mythos ist und in welchem Verhältnis das Mythische zum Dichterischen und zur Literatur steht, wird gemäß Denktradition auf ganz verschiedene Art dargestellt.
Der erste Teil des Seminars widmet sich terminologischen und historischen Fragen in Bezug auf die Poetik (Aristoteles, Horaz). Anschließend sollen mythentheoretische Ansätze verschiedener Disziplinen von der Antike bis zur Gegenwart (u.a. Aristoteles, Moritz, Schlegel, Cassirer, Blumenberg, Barthes, Frye) diskutiert und auf ihre literaturwissenschaftliche Relevanz und Anwendbarkeit hin überprüft werden.
Zur Anschaffung empfohlen: Aristoteles: Poetik (Reclam), Horaz: Ars poetica (Reclam). Zur Einführung empfohlen: Wilfried Barner; Anke Detken; Jörg Wesche (Hgg.): Texte zur modernen Mythentheorie. Stuttgart: Reclam 2007; Monika Schmitz-Emans; Uwe Lindemann (Hgg.): Komparatistik als Arbeit am Mythos. Heidelberg: Synchron 2004.
216 PrS Literaturtheorie (Poetik): Zur Theorie der Autorschaft (BA: KF 2, KF 3)
S. Elpers
2-std., Do, 14 – 16 Uhr, P 103
Beginn: 19. April 2012
Nach wie vor ist „der Autor“ (männlich oder weiblich) für den größten Teil der Leserschaft eine bedeutende Bezugsgröße für die Auswahl, die Lektüre und die Deutung literarischer Texte. In Literaturgeschichte und -theorie hat die Vorstellung davon, was ein „Autor“ ist, starke Wandlungen erfahren; und die Frage, ob Frauen den Status der Autorin (zeitweise ein Skandalon) beanspruchen dürfen, wurde heftig diskutiert. Nach einer grundsätzlichen Klärung terminologischer und historischer Fragen in Bezug auf die Poetik und einem Überblick über historische Konzepte von Autorschaft, sollen im Kurs ausgewählte Texte des 20. und 21. Jahrhunderts diskutiert werden, anhand derer die unterschiedlichen Positionen nachvollzogen und kritisch beleuchtet werden können.
Zur Anschaffung empfohlen: Texte zur Theorie der Autorschaft. Fotis Jannidis [u.a.] (Hg.). Stuttgart 2000 (Universal-Bibliothek, 18058)
Texte aus diesem Band und weitere werden als Kopiervorlage zur Verfügung gestellt.
217 S Literaturtheorie 1: Gattungstheorie (BA: KF 2, KF 3, BF 3, BF 4)
F. Zipfel
2-std., Di, 16 – 18 Uhr, SB 1 , 00-136, Welder Weg 27
Beginn: 17. April 2012
Die Einteilung in Gattungen ist beim Umgang mit literarischen Texten omnipräsent und unverzichtbar. Gattungseinteilungen werden dabei auf verschiedenen Abstraktionsebenen und nach unterschiedlichen Kriterien vorgenommen. Gattungen werden gesehen als allgemeine Wesensbestimmungen von Dichtung (Epik, Lyrik, Drama), als transmediale Strukturen oder Verfahren (das Komische, die Parodie), als mehr oder weniger eng bestimmte Textgruppen nach formalen (Briefroman, Sonett), inhaltlichen (Bildungsroman, Dokumentardrama) oder funktionalen (Unterhaltungsliteratur, didaktische Literatur) Kriterien, als historisch begrenzte Textsorten (antike Tragödie, bürgerliches Trauerspiel). Versuche der theoretischen Erläuterung solcher Gattungseinteilungen zeigen, dass sich hinter dem Begriff der literarischen Gattung ein komplexes Feld (grundlegender) literaturwissenschaftlicher Fragestellungen verbirgt. Im Seminar werden die verschiedenen Konzepte von literarischer Gattung durch Lektüre und Diskussion einschlägiger theoretischer Texte nachvollzogen. Dabei geht es sowohl um den literaturtheoretischen Hintergrund von Gattungseinteilungen, wie auch um den praktischen Umgang mit Gattungsbegriffen bei der Analyse und Interpretation literarischer Texte.
Zur vorbereitenden Lektüre hilfreich: Rüdiger Zymner: Gattungstheorie. Paderborn 2003.
218 S Literaturtheorie 1: Gattungstheorie (BA: KF 2, KF 3, BF 3, BF 4)
M. Kopf
2-std., Do, 10 – 12, P 208
Beginn: 19. April 2012
Die Einteilung in Gattungen ist beim Umgang mit literarischen Texten omnipräsent und unverzichtbar. Gattungseinteilungen werden dabei auf verschiedenen Abstraktionsebenen und nach unterschiedlichen Kriterien vorgenommen. Gattungen werden gesehen als allgemeine Wesensbestimmungen von Dichtung (Epik, Lyrik, Drama), als transmediale Strukturen oder Verfahren (das Komische, die Parodie), als mehr oder weniger eng bestimmte Textgruppen nach formalen (Briefroman, Sonett), inhaltlichen (Bildungsroman, Dokumentardrama) oder funktionalen (Unterhaltungsliteratur, didaktische Literatur) Kriterien, als historisch begrenzte Textsorten (antike Tragödie, bürgerliches Trauerspiel). Versuche der theoretischen Erläuterung solcher Gattungseinteilungen zeigen, dass sich hinter dem Begriff der literarischen Gattung ein komplexes Feld (grundlegender) literaturwissenschaftlicher Fragestellungen verbirgt. Im Seminar werden die verschiedenen Konzepte von literarischer Gattung durch Lektüre und Diskussion einschlägiger theoretischer Texte nachvollzogen. Dabei geht es sowohl um den literaturtheoretischen Hintergrund von Gattungseinteilungen, wie auch um den praktischen Umgang mit Gattungsbegriffen bei der Analyse und Interpretation literarischer Texte.
Zur vorbereitenden Lektüre hilfreich: Rüdiger Zymner: Gattungstheorie. Paderborn 2003.
219 S Literaturtheorie 1: Gattungstheorie (BA: KF 2, KF 3, BF 3, BF 4)
C. Mannweiler
2-std., Blockseminar (05.06. – 19.07.2012) Di, 18 – 20 Uhr, P 207 und Do, 18 – 20 Uhr, P 104
Beginn: 5. Juni 2012
Die Einteilung in Gattungen ist beim Umgang mit literarischen Texten omnipräsent und unverzichtbar. Gattungseinteilungen werden dabei auf verschiedenen Abstraktionsebenen und nach unterschiedlichen Kriterien vorgenommen. Gattungen werden gesehen als allgemeine Wesensbestimmungen von Dichtung (Epik, Lyrik, Drama), als transmediale Strukturen oder Verfahren (das Komische, die Parodie), als mehr oder weniger eng bestimmte Textgruppen nach formalen (Briefroman, Sonett), inhaltlichen (Bildungsroman, Dokumentardrama) oder funktionalen (Unterhaltungsliteratur, didaktische Literatur) Kriterien, als historisch begrenzte Textsorten (antike Tragödie, bürgerliches Trauerspiel). Versuche der theoretischen Erläuterung solcher Gattungseinteilungen zeigen, dass sich hinter dem Begriff der literarischen Gattung ein komplexes Feld (grundlegender) literaturwissenschaftlicher Fragestellungen verbirgt. Im Seminar werden die verschiedenen Konzepte von literarischer Gattung durch Lektüre und Diskussion einschlägiger theoretischer Texte nachvollzogen. Dabei geht es sowohl um den literaturtheoretischen Hintergrund von Gattungseinteilungen, wie auch um den praktischen Umgang mit Gattungsbegriffen bei der Analyse und Interpretation literarischer Texte.
Zur vorbereitenden Lektüre hilfreich: Rüdiger Zymner: Gattungstheorie. Paderborn 2003.
220 S Literaturtheorie 2: Fiktionstheorie (BA: KF 2, KF 3, BF 3, BF 4)
F. Zipfel
2-std., Mi, 16 – 18 Uhr, P 105
Beginn: 18. April 2012
Fiktion ist ein zentraler Terminus der internationalen Literaturtheorie. Grundsätzlich wird mit Fiktion die Tatsache bezeichnet, dass literarische (Erzähl-) Texte zumeist von erfundenen, nicht-wirklichen Figuren, Gegenständen und Ereignissen handeln. Darauf aufbauend kann Fiktion je nach Theoriekonzept als spezifische Besonderheit der Produktion, Rezeption, Sprachverwendung oder Erzählweise literarischer Texte erläutert werden. Im Seminar werden anhand der Lektüre repräsentativer Textbeispiele unterschiedliche Ansätze einer Theorie der Fiktion vorgestellt, analysiert und diskutiert sowie ihre vielfältigen Berührungspunkte mit anderen grundlegenden Themenfeldern theoretischer und praktischer Literaturwissenschaft, wie allgemeine Literaturtheorie, Erzähltheorie, Gattungstheorie, Textanalyse und -interpretation untersucht.
Für erste Einblicke in die Problematik empfohlene Lektüre: Rühling, Lutz: "Fiktionalität und Poetizität", in: Arnold, Heinz Ludwig/ Detering, Heinrich (Hg.): Grundzüge der Literaturwissenschaft. München 1996, 25-51; Gabriel, Gottfried: "Fiktion", in: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Gemeinsam mit Harald Fricke, Klaus Grubmüller und Jan-Dirk Müller herausgegeben von Klaus Weimar. Band I. Berlin/New York 1997, 594-598.
221 S Literaturtheorie 2: Fiktionstheorie (BA: KF 2, KF 3, BF 3, BF 4)
T. Gunst
2-std., Di, 10 – 12 , SB 1, 00-213, Welder Weg 29
Beginn: 17. April 2012
Fiktion ist ein zentraler Terminus der internationalen Literaturtheorie. Grundsätzlich wird mit Fiktion die Tatsache bezeichnet, dass literarische (Erzähl-) Texte zumeist von erfundenen, nicht-wirklichen Figuren, Gegenständen und Ereignissen handeln. Darauf aufbauend kann Fiktion je nach Theoriekonzept als spezifische Besonderheit der Produktion, Rezeption, Sprachverwendung oder Erzählweise literarischer Texte erläutert werden. Im Seminar werden anhand der Lektüre repräsentativer Textbeispiele unterschiedliche Ansätze einer Theorie der Fiktion vorgestellt, analysiert und diskutiert sowie ihre vielfältigen Berührungspunkte mit anderen grundlegenden Themenfeldern theoretischer und praktischer Literaturwissenschaft, wie allgemeine Literaturtheorie, Erzähltheorie, Gattungstheorie, Textanalyse und -interpretation untersucht.
Für erste Einblicke in die Problematik empfohlene Lektüre: Rühling, Lutz: "Fiktionalität und Poetizität", in: Arnold, Heinz Ludwig/ Detering, Heinrich (Hg.): Grundzüge der Literaturwissenschaft. München 1996, 25-51; Gabriel, Gottfried: "Fiktion", in: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Gemeinsam mit Harald Fricke, Klaus Grubmüller und Jan-Dirk Müller herausgegeben von Klaus Weimar. Band I. Berlin/New York 1997, 594-598.
222 S Literaturtheorie 2: Fiktionstheorie (BA: KF 2, KF 3, BF 3, BF4)
C. Rudek
2-std., Mi, 12 – 14 Uhr, P 208
Beginn: 18. April 2012
Fiktion ist ein zentraler Terminus der internationalen Literaturtheorie. Grundsätzlich wird mit Fiktion die Tatsache bezeichnet, dass literarische (Erzähl-) Texte zumeist von erfundenen, nicht-wirklichen Figuren, Gegenständen und Ereignissen handeln. Darauf aufbauend kann Fiktion je nach Theoriekonzept als spezifische Besonderheit der Produktion, Rezeption, Sprachverwendung oder Erzählweise literarischer Texte erläutert werden. Im Seminar werden anhand der Lektüre repräsentativer Textbeispiele unterschiedliche Ansätze einer Theorie der Fiktion vorgestellt, analysiert und diskutiert sowie ihre vielfältigen Berührungspunkte mit anderen grundlegenden Themenfeldern theoretischer und praktischer Literaturwissenschaft, wie allgemeine Literaturtheorie, Erzähltheorie, Gattungstheorie, Textanalyse und -interpretation untersucht.
Für erste Einblicke in die Problematik empfohlene Lektüre: Rühling, Lutz: "Fiktionalität und Poetizität", in: Arnold, Heinz Ludwig/ Detering, Heinrich (Hg.): Grundzüge der Literaturwissenschaft. München 1996, 25-51; Gabriel, Gottfried: "Fiktion", in: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Gemeinsam mit Harald Fricke, Klaus Grubmüller und Jan-Dirk Müller herausgegeben von Klaus Weimar. Band I. Berlin/New York 1997, 594-598.
223 S Der spanische Bürgerkrieg und die Literatur (BA: KF 5, KF 6, BF 5, BF 6 und Magister/PS)
T. Gunst
2-std., Mi, 10 – 12 Uhr, P 104
Beginn: 18. April 2012
Im Juli 1936 löste ein Militärputsch in Spanien den Bürgerkrieg aus, der zu einem der entscheidenden Ereignisse der spanischen und europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts werden sollte. Bis heute ist die Aufarbeitung und Bewältigung dieses Konflikts in der spanischen Öffentlichkeit nicht abgeschlossen, was sich nicht zuletzt an den zahlreichen literarischen und filmischen Auseinandersetzungen mit dem Thema, die Jahr für Jahr in Spanien erscheinen, ablesen lässt.
Interessant sind dabei vor allem drei Aspekte: zum einen war die öffentliche Aufarbeitung der Geschehnisse und die Organisation der Erinnerung bis zum Ende des Franquismus (1975) fest in der Hand der Sieger und somit von ideologisch und propagandistisch verzerrten und verkürzten Darstellungen geprägt; eine Situation, die sich erst ab den frühen 90er Jahren zu ändern begann. Gleichzeitig aber stellte gerade die Literatur den offiziellen Propagandadiskursen von Beginn an „subversive Alternativbilder“ (W. L. Bernecker) gegenüber, die einen kritischen Blick auf Krieg und Diktatur ermöglichten. Drittens schließlich war Auseinandersetzung mit dem Bürgerkrieg niemals ein innerstaatliches, auf Spanien beschränktes, sondern ein politisch genauso wie kulturell internationales Phänomen. In den literarischen Reaktionen auf den Bürgerkrieg lässt sich das besonders gut ablesen: G. Orwell, E. Hemingway, P. Neruda, C. Vallejo oder A. Malraux sind nur einige der vielen nicht-spanischen Schriftsteller, die sich in Reportagen, Romanen und Gedichten mit dem Bürgerkrieg beschäftigten.
Das Seminar soll anhand exemplarischer Texte spanischer und nicht-spanischer Autoren der literarischen Verarbeitung des Krieges nachspüren, zum einen in direkter zeitgenössischer Reaktion auf den Krieg, zum anderen aus historischer Retrospektion heraus. Besonders interessant dürfte dabei der Vergleich des literarischen Blicks von außen mit demjenigen von innen sein, vor allem im Hinblick auf die Konstruktion von Geschichtsbildern und Erinnerungsdiskursen. Gelesen werden sollen u.a. Hemingway (For Whom the Bell Tolls), Malraux (L´Espoir, dt. Die Hoffnung), Orwell (Homage to Catalonia), Enzensberger (Der kurze Sommer der Anarchie), A. M. Molina (La noch de los tiempos, dt. Die Nacht der Erinnerungen) sowie ausgewählte Lyriker (P. Neruda, C. Vallejo, R. Alberti u.a.).
Zur Einführung: Historisch empfehlenswert sind F. Schauff: Der Spanische Bürgerkrieg, Göttingen 2006 u. H. Graham: Der Spanische Bürgerkrieg, Stuttgart 2008, aus literaturwissenschaftlicher Sicht in deutscher Sprache noch immer grundlegend G. Schmigalle (Hg.): Der spanische Bürgerkrieg. Literatur und Geschichte, Frankfurt 1986.
224 S Die Suche nach Erkenntnis in der Literatur der Moderne und Postmoderne (BA: KF 5, KF 6, BF 5, BF 6 und Magister/PS)
C. Rudek
2-std., Do, 12 – 14 Uhr, P 6
Beginn: 19. April 2012
Figuren, die sich auf die Suche nach Erkenntnis begeben, finden sich schon früh in der Geschichte der Literatur, etwa im altorientalischen "Gilgamesch-Epos" oder im "König Ödipus" des Sophokles. Weite Verbreitung findet das Motiv jedoch vor allem im 20. und 21. Jahrhundert vor dem Hintergrund einer immer unübersichtlicher und unverständlicher erscheinenden Wirklichkeit. Die Auseinandersetzung mit dem Motiv reicht nun von der populären Gattung des Detektivromans bis hin zu Texten, in denen philosophische und existentielle Fragen verhandelt werden, die auch für die reale Welt des Lesers von Bedeutung sind. Dabei beziehen die Texte zumindest implizit Stellung zu der Frage nach der Möglichkeit, die Welt zu verstehen und Orientierung und Sinn in ihr zu finden. Im Seminar sollen u.a. folgende Texte diskutiert werden: Kafka: Der Proceß; Sartre: La Nausée (Der Ekel); Pynchon: The Crying of Lot 49 (Die Versteigerung von No. 49); Laxness: Kristnihald undir Jökli (Am Gletscher); Bernhard: Das Kalkwerk; Auster: City of Glass (Stadt aus Glas). Zur Entlastung des Lesepensums während der Vorlesungszeit sollten möglichst viele der genannten Texte bereits in den Semesterferien gelesen werden - zumindest aber "Der Proceß" und "La Nausée".
225 S Identitätsproblematik in der europäischen Literatur (BA: KF 5, KF 6, BF 5, BF 6 und Magister/PS)
S. Seiler
2-std., Di, 10 – 12 Uhr, P 205
Beginn: 17. April 2012
Die problematische Frage nach „Identität“ ist spätestens seit der Moderne ein zentraler Topos der europäischen Literatur. Problematisch ist die Frage nicht nur aufgrund der Schwierigkeiten, den Begriff der „Identität“ zu greifen – zu weitschweifig sind seine Anknüpfungspunkte und Deutungsmöglichkeiten – sondern auch, weil zahlreiche Schriftsteller genau diese Problematik zum Thema ihrer Werke gemacht haben. Schwierigkeiten treten bereits beim Versuch der Eingrenzung des Begriffs auf: Was genau meint man mit "Identität", ist es ein psychologischer oder vielleicht doch ein politischer Begriff? Geht es um die philosophische Frage nach dem Sein, oder um eine Konstruktion von Heimat, sei sie konstituiert durch Nation, Familie oder andere Faktoren? Im Seminar soll die Thematik insofern eingegrenzt werden, als dass die zu behandelnden Texte Figuren behandeln, die sich auf der Suche nach ihrer Identität befinden, bzw. zusehen müssen, wie sich ihre Identitätskonstruktionen auflösen und somit ihre, von außen oder selbst-, zugeschriebene Identität verschwindet. Hierzu werden paradigmatische Texte im Mittelpunkt stehen, die sich intertextuell aufeinander beziehen. Eine vollständige Literaturliste steht am Semesterende an dieser Stelle zur Verfügung.
226 S Rewriting: Theorie und Beispiele aus der europäischen Literaturgeschichte (BA: KF 5, KF 6, BF 5, BF 6 und Magister/PS)
S. Elpers
2-std., Mi, 16 – 18, P 106
Beginn: 18. April 2012
„Rewriting“ ist eine intertextuelle Schreibpraxis des „Wi(e)derschreibens“ (Kroll/Krug), die vor allem, aber nicht nur Frauen seit ihrem Eintritt in die Literaturgeschichte genutzt haben, um auf kanonisierte Texte der Weltliteratur zu antworten und sich auf diese Weise selbst in die Tradition einzuschreiben. Die Motivationen können individuell unterschiedlich sein, immer aber ist Rewriting auf das auch in der Literaturgeschichte verankerte kulturelle Gedächtnis (A. Assmann/ J. Assmann) bezogen, kommentiert und beeinflusst es.
In diesem Seminar sollen nicht nur verschiedene Beispiele von Rewriting vor allem aus dem Europa des 20. und 21. Jh. im Vergleich mit den Prätexten besprochen werden, um Motivationen und Strategien der Schriftstellerinnen und Schriftsteller zu analysieren. Es sollen zudem die jeweils zeitgenössischen theoretischen Diskurse über andro- und eurozentrische (Literatur)Ge-schichtsschreibung und Kanonbildung ebenso reflektiert werden wie die jeweils herrschenden Produktions- und Vermarktungsbedingungen von Literatur.
Vorgesehen sind Texte u.a. von Cathy Acker, Angela Carter, J. M. Coetzee, Maryse Condé, Pia Pera, Jean Rhys, Margaret Atwood, Michèle Roberts, Christa Wolf. Die Texte werden im Semesterapparat und als Kopiervorlagen zur Verfügung gestellt.
Zur Vorbereitung und als seminarbegleitende Lektüre empfohlen: Liedeke Plate: Transforming Memories in Contemporary Women’s Rewriting. Houndmills, Basingstoke 2011.
227 S Gendertheorie und Literatur (MA: M 1, M 2 und Magister/HS)
S. Poppe
2-std., Fr, 10 – 12Uhr , P 6
Beginn: 20. April 2012
Die Gender Studies haben in den letzten Jahrzehnten innerhalb der deutschen Geisteswissenschaft immer mehr an Relevanz gewonnen. In diesem Zuge wurde die Gendertheorie auch für die literaturwissenschaftliche Untersuchung fruchtbar gemacht. Gerade die Lektüre und Analyse klassischer wie moderner Erzähltexte kann von einer Berücksichtigung der Genderkategorie profitieren, da beim Konstruieren fiktionaler Welten bestehende Frauen- und Männerbilder wiedergegeben und verarbeitet, aber auch eigene alternative Vorstellungen von Geschlechtlichkeit inszeniert und formal sowie inhaltlich umgesetzt werden.
Das Seminar setzt sich in den ersten Sitzungen mit dem theoretischen Verständnis von Gender und den Anwendungsmöglichkeiten der Genderkategorie in der Analyse von Erzähltexten auseinander. Diese werden im weiteren Seminarverlauf anhand von ausgewählten Romanen und Erzählungen erprobt und diskutiert. Gemeinsam gelesen werden u.a. Fontanes "Effi Briest", Carson McCullers "The heart is a lonely hunter", Virginia Woolfs "Orlando", Thomas Meineckes "Tomboy" und Michel Houellebecqs "Les particules élémentaires". Vera und Ansgar Nünning: Erzähltextanalyse und Gender Studies. Stuttgart/Weimar: Metzler 2004.
228 S Musik und Lyrik (MA: M 1, M 2 und Magister/HS)
Eckel/ zur Nieden
2-std., Fr, 12 – 14, 01/153 (Musiksaal im Philosophicum)
Beginn: 20. April 2012
Unter den literarischen Gattungen besitzt die Lyrik eine besondere Nähe zur Musik. Über viele Jahrhunderte ist die primäre Präsentations- und Rezeptionsform von Lyrik das Lied oder der Gesang vor Publikum gewesen. Doch auch wer heute ein Gedicht nur noch in stiller Lektüre rezipiert, wird dem gedruckten Text mit seinen Reimen und Rhythmen vielleicht eine spezifische 'Musikalität' zuerkennen wollen. Aus musikgeschichtlicher Sicht stellt die Lyrik seit langem eine bevorzugte Textquelle für Vokal-, aber auch Instrumentalkompositionen insbesondere der Romantik und der Moderne dar. Die Form der Vermittlung von Lyrik durch Musik bei einem Schubert oder Schönberg, bei modernen Liedermachern, Rock-Poeten oder Rappern kann dabei stark variieren. Mit Pierre Boulez’ Mallarmé-Adaption "Pli selon pli" etwa liegt eine die lyrische Vorlage bis zur beinah Unkenntlichkeit verfremdende Musikbearbeitung vor.
Das Seminar möchte am Beispiel der Lyrik den vielfältigen Interaktionsmöglichkeiten von Wort und Musik nachgehen und dabei literatur- und musikwissenschaftliche Perspektiven gleichberechtigt miteinander verschränken. Naturgemäß werden Kombinationsformen von Wort und Musik wie z.B. das romantische Kunstlied, der expressionistische Sprechgesang Schönbergs oder freiere Bezugnahmen auf Lyrik in der Neuen Musik ein zentraler Gegenstand sein müssen. Interessant aber sind auch solche Formen intermedialer Bezugnahme, durch die ein Medium das andere gleichsam in sich 'aufhebt' und so realiter entbehrlich macht, wie etwa bei Gedichten, die durch ihre Klanglichkeit und/oder Struktur ihrerseits bereits liedhafte oder instrumentalmusikalische Qualitäten beanspruchen (z.B. Blakes "Songs of Innocence", Schwitters’ "Ursonate" oder Celans "Todesfuge"), oder umgekehrt bei rein instrumentalmusikalischen Stücken, die gleichwohl einen Bezug auf Lyrik behaupten (wie Mendelssohns "Lieder ohne Worte" oder Debussys "Prélude à l’Après-midi d’un faune").
Die Veranstaltung richtet sich gleichermaßen an Studierende der Musikwissenschaft und der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft. Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit ist deshalb Voraussetzung für die Teilnahme.
Literatur: Danuser, Hermann: Einleitung. In: ders. (Hg.): Musikalische Lyrik. 2 Bde. Laaber 2004. Bd. I, S. 11-33; Scher, Steven Paul: Einleitung. In: ders. (Hg.): Literatur und Musik. Ein Handbuch zur Theorie und Praxis eines komparatistischen Grenzgebietes. Berlin 1984, 9-25.
HAUPTSEMINARE
Wichtiger Hinweis: Voraussetzung für die Teilnahme an Hauptseminaren im Magister-Studiengang Allgemeine und Vergleichende Literatur-wissenschaft ist ein abgeschlossenes Grundstudium (inklusive Nachweis überLektürefähigkeit in zwei Fremdsprachen).
229 HS Der Briefroman (BA: KF 5, KF 6, BF 6 und Magister)
S. Poppe
2-std., Do, 12 – 14 Uhr, P 104
Beginn: 19. April 2012
Mit der Entdeckung der bürgerlichen Subjektivität begann die Epoche der Empfindsamkeit innerhalb der europäischen Aufklärung. Die Beobachtung der eigenen Gefühle und Gedanken gewann an Bedeutung und wurde durch den Brief als zentrales Medium vermittelt. Aus dieser Entwicklung ging der Briefroman hervor, der die Darstellung der Innerlichkeit und Subjektivität seiner Figuren in den Mittelpunkt rückte. Gerade die Verbindung aus Intimität, Dialogizität und der immer wieder durch fiktive Herausgeberbriefe beteuerten 'Faktizität' machte den Reiz dieser wichtigsten Romangattung des 18. Jahrhunderts aus.
Ziel des Seminars ist es, anhand des Vergleichs ausgewählter Beispiele die verschiedenen Ausprägungen des Briefromans innerhalb der europäischen Literatur des 18. Jahrhunderts zu untersuchen. Als Beispiele dafür dienen unter anderem Richardsons "Clarissa; Or he History of a Young Lady", Laclos’ "Les liaisons dangereuses" und Goethes "Die Leiden des jungen Werther".
Das sehr umfangreiche Werk Richardsons sollte bereits in den Semesterferien gelesen werden, da es als Grundlage für alle weiteren Überlegungen dient.
230 HS Theorie des Dramas (BA: KF 5, KF 6, BF 6 und Magister)
F. Zipfel
2-std., Do, 16 – 18 Uhr, P 6
Beginn: 19. April 2012
Peter Szondis Monographie „Theorie des modernen Dramas“ über die Veränderungen des abendländischen Dramas in der Epoche der Moderne ist auch heute noch, mehr als 60 Jahre nach ihrem ersten Erscheinen, ein Klassiker komparatistischer Gattungsgeschichte und Gattungstheorie. Szondis These ist, dass die für das 19. Jahrhundert prägende Form des Dramas (d.h. die Darstellung menschlicher Beziehungen im sprachlichen Handeln der Figuren) durch die Stoffe und Themen, die ab ca. 1880 im abendländischen Drama behandelt werden, problematisch wird und nach einer Krise grundlegende Veränderungen erfährt. Zur Sprache kommen dabei die wichtigsten Dramenautoren der literarischen Moderne. Im Seminar wird Szondis Argumentation anhand der Lektüre exemplarischer Dramen der von Szondi behandelten Autoren nachvollzogen und diskutiert. Dabei wird auch zu überprüfen sein, inwiefern Szondis theoretische Voraussetzungen den gattungstheoretischen Erkenntnissen der letzten 50 Jahre standhalten. Gelesen werden u.a. H. Ibsen „John Garbiel Borkman“, A. Čechov „Drei Schwestern“, A. Strindberg „Ein Traumspiel“, „Nach Damaskus“. M. Maeterlinck „Les Aveugles“, G. Hauptmann „Die Weber“, H. v. Hofmannsthal „Der Schwierige“, A. Schnitzler „Anatol“, J.-P. Sartre „Huis clos“, F. Bruckner „Die Verbrecher“, L. Pirandello „Sechs Personen suchen einen Autor“, E. O’Neill „Strange Interlude“, T. Wilder „Our Town“, A. Miller „Death of a Salesman“.
Zur Vorbereitung: Peter Szondi: Theorie des modernen Dramas. 27. Aufl. Frankfurt/Main 2010, und die genannten Dramen.
231 HS Die Gothic Novel und ihre europäischen Folgen (KF 6, BF 5, BF 6 und Magister)
O. Müller
2-std., Mi, 12-14 Uhr, P 205
Beginn: 18. April 2012
Mit Horace Walpoles The Castle of Otranto setzt 1764 die europaweit wirksame Welle der „gothic novel“ ein, der eine unübersehbare Zahl von Schauerromanen folgt, die Walpoles Erzählschemata übernehmen und variieren. Wir wollen uns im Seminar die Entwicklung anhand markanter Stationen wie Schillers Geisterseher, Matthew Lewis’ The Monk, E.T.A. Hoffmans Elixiere des Teufels und „Der Magnetiseur“ und französischer Reaktionen auf die englischen und deutschen Vorbilder bei Nodier („Le Vampire“, „Smarra, ou les démons de la nuit“), Gautier („Le Chevalier double“, „Avatar“) Maupassant („Le Horla“, „Magnétisme“) oder Villiers de l’Isle Adam („Le traitement du Docteur Tristan“, „Souvenirs occultes“) ansehen. Das genaue Lektüreprogramm werden wir in der ersten Sitzung gemeinsam bestimmen. Wir werden uns, nach einem Blick auf Edmund Burkes Philosophical Enquiry into the Origin of Our Ideas of the Sublime and Beautiful (1757), insbesondere mit Fragen nach dem Verhältnis von Literatur und (Natur)Wissenschaft und der Darstellung von Emotionen in den Texten beschäftigen und zu definieren versuchen, wie sich „gothic“, Horror und Phantastik zueinander verhalten.
Alle Texte sind in günstigen Taschenbuchausgaben (die deutschen auch als Reclam-Ausgaben) erhältlich. Beginnen Sie bitte schon vor der ersten Sitzung mit der Lektüre des Castle of Otranto.
232 HS Transatlantische Literaturbeziehungen (MA: M 1, M 2 und Magister)
S. Seiler
2-std., Di 14 – 16 Uhr, SB 1, 00-213, Welder Weg 27
Beginn: 17. April 2012
Transatlantische Beziehungen nehmen im Kontext von Literatur und Interkulturalität eine zentrale Rolle ein. Der kulturelle Austausch zwischen Nord- bzw. Lateinamerika und Europa ist gerade im Laufe des 20. Jahrhunderts von großer literaturhistorischer Bedeutung gewesen, sowohl, was den direkten Austausch zwischen Autoren als auch die intertextuelle Ebene betrifft. Man denke nur an die politisch motivierte Migration von deutschen Schriftstellern in die USA in den 30er und 40er Jahren oder die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stattgefundene, künstlerisch motivierte Migration Nord- und Südamerikanischer Schriftsteller nach Europa. Im Seminar soll sich dem Thema aus verschiedenen, exemplarischen Perspektiven genähert werden. So wird die Problematik des amerikanischen Exils bei deutschen Autoren und der Einfluss desselben auf ihre Texte ebenso eine Rolle spielen wie die produktive Rezeption amerikanischer Beat-Literatur im Deutschland der späten 60er Jahre oder die Texte in Europa exilierter südamerikanischer Autoren. Gelesen werden sollen unter anderem Werke von Julio Cortázar, Ernest Hemingway oder Klaus Mann. Eine ausführliche Literaturliste wird gegen Ende des Semesters bekannt gegeben. Der Roman Rayuela von Julio Cortázar sollte jedoch aufgrund seines Umfangs bereits in den Semesterferien gelesen werden.
233 HS Literatur und Malerei (Magister und MA: M 1, M 2)
D. Lamping
2-std., Do, 10 – 12, P 205
Beginn: 19. April 2012
Neben der Musik gilt die Malerei als die andere große ‚Schwesterkunst‘ der Literatur. Literatur hat sich von Altersher auf vielerlei Weise auf Kunst bezogen, und ihr Verhältnis zu ihr ist ebenfalls auf vielerlei Weise reflektiert worden. Im Mittelpunkt des Seminars sollen literarische Texte stehen, in denen vor allem Gemälde und Malerei thematisiert und reflektiert werden. Besonders berücksichtigt werden dabei Autoren der literarischen Moderne wie Charles Baudelaire, Rainer Maria Rilke, William Carlos Williams und Rafael Alberti. Das Seminar ist sowohl für Master- wie für Magister- Studierende geeignet.
234 HS Orpheus (Magister und MA: M 1, M 2)
D. Lamping
2-std., Mi, 14 – 16, P 103
Beginn: 18. April 2012
Der bedeutendste Dichter-Mythos der abendländischen Literatur ist der des thrakischen Sängers Orpheus, der durch seinen Gesang die wilden Tiere bändigte und die Götter der Unterwelt rührte. Er ist immer auch ein poetologischer Mythos, der das „Selbstbild der Dichter“ (W. Hinck) gestaltet. Ausgehend von Vergils und Ovids Versionen sollten die wichtigsten neuzeitlichen literarischen Bearbeitungen im Seminar untersucht werden, insbesondere die von Rilke, Y. Goll, Benn, Anouilh und anderen. Ein Blick soll außerdem auf Orpheus-Bilder, -Filme und -Opern geworfen werden. Das Seminar ist sowohl für Master- wie für Magister- Studierende geeignet.
OBERSEMINARE
235 OS Grundlegungsfragen der Komparatistik (Magister)
D. Lamping
2-std., Do 14 – 16 Uhr, P6
Beginn: 19. April 2012
Das OS wendet sich – letztmalig – speziell an Magisterstudierende. Neben laufenden Projekten sollen in ihm vor allem aktuelle Konzepte von Komparatistik diskutiert werden. Eine Teilnahme ist nur aufgrund persönlicher Anmeldung oder Einladung möglich.
236 OS Projekte der Komparatistik (Magister)
W. Eckel
2-std., Di 18 – 20 Uhr, P 107
Beginn: 17. April 2011
Im Oberseminar sollen vor allem neue Forschungsprojekte und im Entstehen begriffene Arbeiten vorgestellt und diskutiert werden. Es ist Doktoranden und Studierenden in der Examensphase vorbehalten. Teilnahme nur aufgrund einer Einladung oder nach persönlicher Absprache.