Literatur ist international. Das war immer schon so: Goethe bezieht sich auf Shakespeare, der sich wiederum Petrarca zu eigen macht; in Kafka finden sich Spuren von G. Flaubert und J. Conrad, und Kafka selbst ist u.a. in den Werken von Ingeborg Bachmann, J. M. Coetzee, Nathalie Sarraute oder Mario Vargas Llosa präsent; Virginia Woolf liest Fjodor Dostojewski und wird selbst von Gabriel Garcia Marquez rezipiert. Daneben wandern Stoffe (wie Antigone, Medea, Don Juan, Hamlet), Formen (z.B. Tragödie, Sonett, Novelle) und Strömungen (wie Symbolismus, Expressionismus oder magischer Realismus) durch die Literaturen, ohne dass nationale Grenzen sie aufhalten können. Im Gegensatz zu anderen Studiengängen (wie Germanistik, Romanistik, Anglistik), die sich auf Literatur einer Sprache oder Sprachfamilie konzentrieren, rückt die Komparatistik die internationalen Grenzüberschreitungen der Literatur ins Zentrum.

Literatur steht zudem in Verbindung zu anderen Kunstformen und Medien: zur Malerei (Darstellung ähnlicher Gegenstände), zum Theater (Inszenierungen von Dramen), zum Film (Literaturverfilmung), zum Comic (Bildgeschichte als Literaturform) und heute auch zu Video- und Internet-Kunst (Hyperfiction) oder zum Computerspiel. Auch diese medialen Grenzüberschreitungen des Literarischen sind Gegenstand der Komparatistik.

Diese internationalen und medialen Grenzüberschreitungen verstärken sich in vielfältiger Weise im Zeitalter der Digitalisierung und Globalisierung. Dabei sucht die Komparatistik Gemeinsames, wo oft nur Trennendes gesehen wird. Dadurch versucht sie, Interesse für das Fremde zu wecken und Verständnismöglichkeiten für komplexe Zusammenhänge zu erarbeiten. Ihre Hauptmethode ist der Vergleich über Nationen-, Sprach- und Mediengrenzen hinweg, ein Verfahren, bei dem man nicht nur die Anderen und das Fremde, sondern auch sich selbst besser kennen lernt.

Eine weitere Besonderheit des Studiengangs ist der Bereich mediale Literaturvermittlung, in dem es um konkrete Berufsperspektiven geht, z. B. durch die Mitarbeit bei der an der Mainzer Komparatistik angesiedelten Online-Zeitschrift literaturkritik.de

Bachelor „Literaturwissenschaft/Komparatistik: Literatur in internationaler und transmedialer Perpektive [LIT]

Internationale Literatur im Zeitalter der Globalisierung

Literatur ist eine internationale Angelegenheit. Das gilt für Leser:innen: Kaum jemand wird nur Romane, Dramen oder Gedichte einer Nation oder einer Sprache lesen. Das gilt auch für Autor:innen: Sie sind selbst Leser:innen und werden durch Texte aus unterschiedlichen Sprachen und Kulturen beeinflusst. So entstehen internationale Verflechtungen und Bezugnahmen über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg. Das war so, seit es Literatur gibt: Vergil imitierte Homer, Jean Racine verarbeitete Euripides, Aphra Behn las Molière, Goethe bezog sich auf Shakespeare. Das gilt heute noch viel mehr: Katherine Mansfield wird von Sara Rai gelesen; Haruki Murakami und Ingeborg Bachmann beziehen sich auf Kafka; Gabriel Garcia Márquez gibt Virginia Woolf als einen seiner größten Einflüsse an und war selbst prägend für Mo Yan, Salman Rushdie oder Daniel Kehlmann; der Magische Realismus Lateinamerikas greift Ideen des europäischen Surrealismus auf, beeinflusst ähnliche Schreibweisen beispielsweise in Teilen Afrikas und Südostasiens und findet seinen Weg auch nach Europa, wo er eine neue Generation von Autor:innen prägt. Im Zeitalter der Globalisierung verstärkt sich diese grundlegende Internationalität der Literatur noch weiter. Schnellere Übersetzungen, E-Publishing sowie dezentrale und kollaborative Verfahren wie twitterature schaffen völlig neue internationale Netzwerke für und zwischen Autor:innen und Leser:innen.

Literatur in medialen Kontexten im Zeitalter der Digitalisierung

Literatur steht zudem schon immer in regem Austausch mit den anderen Künsten und Medien: mit der Malerei (Darstellung ähnlicher Gegenstände), mit dem Theater (Inszenierungen von Dramen), mit dem Film (Literaturverfilmung), mit dem Comic (Bildgeschichte als Literaturform) und heute auch mit Video- und Internet-Kunst (Hyperfiction) oder dem Computerspiel. In diesem Zusammenhang spielen die Digitalisierung und die damit verbundenen neuen Darstellungs- und Produktionsverfahren heute eine wichtige Rolle. Auch die damit verbundenen medialen Grenzüberschreitungen des Literarischen sind Gegenstand der Komparatistik.

Der grenzüberschreitende Vergleich von Literaturen und medialen Praktiken

Im Gegensatz zu anderen Studiengängen (wie Germanistik, Romanistik, Anglistik), die sich auf Literatur einer Sprache oder Sprachfamilie konzentrieren, rückt die Komparatistik die Internationalität der Literatur ins Zentrum. Zudem nimmt sie die Literatur in ihren Verflechtungen mit anderen Künsten und Medien in den Blick. Sie untersucht literarische Phänomene, die in verschiedenen Kulturen und Sprachen zu finden sind, und kulturelle Phänomene, die in verschiedene Künsten und Medien vorkommen. So findet sie Gemeinsames, wo oft nur Trennendes gesehen wird. Sie versucht dadurch, Interesse für das Fremde zu wecken und Verständnismöglichkeiten für komplexe Zusammenhänge zu erarbeiten. Ihre Hauptmethode ist der Vergleich über Nationen-, Sprach- und Mediengrenzen hinweg, ein Verfahren, bei dem man nicht nur die Anderen und das Fremde, sondern auch sich selbst besser kennen lernt.

Berufsperspektiven: Literaturvermittlung in der medialen Welt

Im Rahmen des Studiums ist der Erwerb von nicht-fachspezifischen, berufsbezogenen Kompetenzen vorgesehen, z.B. Ausbau von Fremdsprachenkenntnissen, Schreib- und Präsentationskompetenzen (auch im Bereich der Wissenschaftskommunikation auf Englisch), IT-Kenntnissen und data literacy oder Fertigkeiten im Bereich des „Audiovisuellen Publizierens“ (AVP). Einblicke ins Berufsleben werden zudem im integrierten Praktikum vermittelt. Darüber hinaus gibt es ein für die Mainzer Komparatistik spezifisches, berufspraktische Projektmodul „Literaturvermittlung und ihre medialen Kontexte“, in dem Studierende in eigenen Projekten journalistisches Schreiben, Redaktion, Lektorat und Veranstaltungsmanagement konkret erproben und erlernen können (u.a. auch durch die Mitarbeit bei der Mainzer Redaktion der Zeitschrift literaturkritik.de).

Studienaufbau

Literaturwissenschaft/Komparatistik: Literatur in internationaler und transmedialer Perspektive kann als Kernfach oder als Beifach studiert werden und ist mit Studiengängen aus den Philologien, den Geschichtswissenschaften, der Philosophie, der Theater- und Filmwissenschaft, den Kunstwissenschaften und den Medienwissenschaften kombinierbar.

Kernfach

1 Grundlagen der Komparatistik I

Einführung in grundlegende Konzepte und Fragestellungen der AVL/Komparatistik. Einführung in allgemeine und gattungsspezifische Konzepte und Techniken der komparatistischen Textanalyse (u.a. Rhetorik, Intertextualität, Übersetzung, Stoff/Motiv/Thema, Lyrikanalyse, Dramenanalyse, Erzähltheorie, Vergleich). Praktische Durchführung spezifischer Textanalysen, unter besonderer Berücksichtigung internationaler wie auch inter- und transmedialer Phänomene. Praktische Einführung in literaturwissenschaftliches Arbeiten, bes. Literaturrecherche und -beschaffung (u.a. Bibliotheken, Datenbanken, Internetquellen), Informationsbeschaffung (Umgang mit analogen und digitalen Hilfsmitteln), Präsentationstechniken, Gestaltung von Referaten und Diskussionsleitungen.

2 Grundlagen der Komparatistik II

Einführung in allgemeine und gattungsspezifische Konzepte und Techniken der komparatistischen Textanalyse unter besonderer Berücksichtigung internationaler wie auch inter- und transmedialer Phänomene (u.a. Gattungstheorie, Fiktionstheorie, Lyrikanalyse, Dramenanalyse, Erzähltheorie, Vergleich). Praktische Durchführung spezifischer Textanalysen (unter besonderer Berücksichtigung internationaler wie auch inter- und transmedialer Phänomene).

3 Literaturtheorie & Interpretation

Grundlegende literaturtheoretische Konzepte. Einführung in unterschiedliche Theorien der Literatur und in die damit verbundenen Methoden der Interpretation literarischer Texte, unter Berücksichtigung internationaler wie auch inter- und transmedialer Phänomene. Kritische Reflexion der Voraussetzungen und Konsequenzen spezifischer literaturtheoretischer Ansätze (u.a. im Hinblick auf soziale, genderorientierte und kulturelle Diversität). Kritische Reflexion
der Möglichkeiten und Grenzen von literaturwissenschaftlichen Interpretationsmethoden sowie ihrer Kombinierbarkeit (Pluralismus). Praktische Einführung in literaturwissenschaftliches Arbeiten, bes. literaturwissenschaftliche
Hausarbeiten: Themenfindung, Strukturierung, Zitierweisen, Fußnoten, Layout, sichere und verantwortliche Handhabung analoger und digitaler Hilfsmittel (u.a. informierter und reflektierter Umgang mit KI-basierter Unterstützung), geistiges Eigentum, Wissenschaftsethik.

4 Literatur & Kanon: gestern und heute

Analyse und Interpretation zentraler Texte der internationalen Literatur in ihren literaturgeschichtlichen Kontexten. Einführung in die Beschreibung literarischer Wirkung und in die produktive Rezeption einflussreicher Texte in anderen literarischen Texten (z.B. rewritings) und anderen medialen Praktiken (z.B. Film, Theater, Comics/Graphic Novels, Computerspiele). Einführung in Konzepte von Kanon und Kanonbildung und in die Kritik an Kanonkonzepten, auch im Hinblick auf soziale, genderorientierte und kulturelle Diversität. Konzepte der Adaption und Ansätze der adaptation studies. Anwendung der in den Modulen 1 und 2 erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten.

5 Literatur in internationaler und transmedialer Perspektive I (LIT I): Themen, Stoffe, Epochen

Vergleichende Betrachtung internationaler literarischer Phänomene im Bezugssystem Weltliteratur (insb. intertextuelle Bezugnahmen im internationalen Kontext). Vergleichende Untersuchung künstlerischer Auseinandersetzungen mit kultureller Identität/Alterität/Diversität in literarischen Texten und anderen künstlerischen Werken. Medienübergreifende Bezugnahmen zwischen literarischen Texten und anderen künstlerischen Werken. Vergleichende Analysen der Veränderungen und Konstanten bei der internationalen literarischen und/oder transmedialen Gestaltung einzelner Text-/Kulturelemente (Stoffe, Motive, Themen). Epochen der Literatur-, Kultur- und Mediengeschichte im internationalen Vergleich. Historisch vergleichende Analyse von Werken bzw. Werkkomplexen in transnationaler und/oder transmedialer Perspektive. Anwendung und Vertiefung der in den Modulen 1 und 2 erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten.

6 Interdisziplinarität I 7 / Interdisziplinarität II

Vertiefung im Bereich der Literatur zweier ausgewählter Sprach- bzw. Kulturräume. Zur Auswahl stehen Deutsche Literatur, Englische Literatur, Amerikanische Literatur, Französische Literatur, Spanische Literatur- und Kulturwissenschaft, Portugiesische Literatur- und Kulturwissenschaft, Italienische Literatur, Slavische Literaturen und Türkische Literatur.

7 Literatur in internationaler und transmedialer Perspektive II (LIT II): Strukturen, Formen, Verfahren

Vergleichende Betrachtung internationaler literarischer Phänomene im Bezugssystem Weltliteratur (insb. Systemreferenzen/Gattungen im internationalen Kontext). Theorie und Praxis literarischer Übersetzung. Beschreibung von international und/oder im Medienvergleich relevanten Strukturen, Formen und Verfahren literarischer Texte mithilfe von kritisch reflektierten Konzepten und Begriffen. Vergleichende Analyse von Strukturen, Formen, Verfahren literarischer Texte im internationalen Kontext, unter Berücksichtigung medialitätstheoretischer Fragestellungen sowie inter- und/oder transmedialer Forschungsperspektiven. Anwendung und Vertiefung der in den Modulen 1, 2 und 3 erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen.

8 Projektmodul: Literaturvermittung und ihre medialen Kontexte

Einführung in Medien der Literaturvermittlung und grundlegende Aspekte der Medienkommunikation. Formen und Situationen der Rezeption von Literatur, insb. im Kontext aktueller Medienumbrüche. Verhältnis des Buchs zu anderen medialen Vermittlungsformen literarischer Texten, insb. im Kontext der digitalen Transformation von Kultur und Gesellschaft. Einführung in wissenschaftliche Grundlagen der Wertung literarischer Texte. Erarbeitung eines Themenschwerpunkts für eine literaturkritische Publikation. Konzeption, Vorbereitung, Bewerbung und Durchführung einer thematisch verknüpften öffentlichen Veranstaltung (z.B. Ausstellung, Lesung, Podiumsdiskussion, geführter Spaziergang etc.). Verfassen von journalistischen Texten zu literarischen Texten/Themen. Lektorat und redaktionelle Betreuung sowie Publikation von Texten. Einführung in die Budgetplanung und in Instrumente zur finanziellen Projektförderung.

9 Allgemeine und berufsbezogene Kompetenzen (ABK)

Das Modul bietet gezielt Raum für individuelle Schwerpunktsetzungen. Es vermittelt allgemeine und berufsbezogene Kompetenzen sowie (fachnahe) anwendungsbezogene Zusatzqualifikationen und berufspraktische Erfahrungen, z.B. Ausbau von Fremdsprachenkenntnissen, Schreib- und Präsentationskompetenzen (auch im Bereich der Wissenschaftskommunikation auf Englisch), IT-Kenntnissen und data literacy oder Fertigkeiten im Bereich des „Audiovisuellen Publizierens“. Zu belegen sind insg. Lehrveranstaltungen im Umfang von 10 LP, frei wählbar aus dem Gesamtangebot.

Näheres zu den Möglichkeiten im ABK-Modul erfahren Sie hier.

10 Abschlussmodul

Das Abschlussmodul dient wesentlich dazu, die Studierenden bei der Konzeption und Durchführung ihrer Bachelorarbeit unterstützend zu begleiten.

Beifach

1 Grundlagen der Komparatistik I

Einführung in grundlegende Konzepte und Fragestellungen der AVL/Komparatistik. Einführung in allgemeine und gattungsspezifische Konzepte und Techniken der komparatistischen Textanalyse (u.a. Rhetorik, Intertextualität, Übersetzung, Stoff/Motiv/Thema, Lyrikanalyse, Dramenanalyse, Erzähltheorie, Vergleich). Praktische Durchführung spezifischer Textanalysen, unter besonderer Berücksichtigung internationaler wie auch inter- und transmedialer Phänomene. Praktische Einführung in literaturwissenschaftliches Arbeiten, bes. Literaturrecherche und -beschaffung (u.a. Bibliotheken, Datenbanken, Internetquellen), Informationsbeschaffung (Umgang mit analogen und digitalen Hilfsmitteln), Präsentationstechniken, Gestaltung von Referaten und Diskussionsleitungen.

2 Grundlagen der Komparatistik II

Einführung in allgemeine und gattungsspezifische Konzepte und Techniken der komparatistischen Textanalyse unter besonderer Berücksichtigung internationaler wie auch inter- und transmedialer Phänomene (u.a. Gattungstheorie, Fiktionstheorie, Lyrikanalyse, Dramenanalyse, Erzähltheorie, Vergleich). Praktische Durchführung spezifischer Textanalysen (unter besonderer Berücksichtigung internationaler wie auch inter- und transmedialer Phänomene).

3 Literatur & Kanon: gestern und heute

Analyse und Interpretation zentraler Texte der internationalen Literatur in ihren literaturgeschichtlichen Kontexten. Einführung in die Beschreibung literarischer Wirkung und in die produktive Rezeption einflussreicher Texte in anderen literarischen Texten (z.B. rewritings) und anderen medialen Praktiken (z.B. Film, Theater, Comics/Graphic Novels, Computerspiele). Einführung in Konzepte von Kanon und Kanonbildung und in die Kritik an Kanonkonzepten, auch im Hinblick auf soziale, genderorientierte und kulturelle Diversität. Konzepte der Adaption und Ansätze der adaptation studies. Anwendung der in den Modulen 1 und 2 erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten.

4 Literatur in internationaler und transmedialer Perspektive I (LIT I): Themen, Stoffe, Epochen

Vergleichende Betrachtung internationaler literarischer Phänomene im Bezugssystem Weltliteratur (insb. intertextuelle Bezugnahmen im internationalen Kontext). Vergleichende Untersuchung künstlerischer Auseinandersetzungen mit kultureller Identität/Alterität/Diversität in literarischen Texten und anderen künstlerischen Werken. Medienübergreifende Bezugnahmen zwischen literarischen Texten und anderen künstlerischen Werken. Vergleichende Analysen der Veränderungen und Konstanten bei der internationalen literarischen und/oder transmedialen Gestaltung einzelner Text-/Kulturelemente (Stoffe, Motive, Themen). Epochen der Literatur-, Kultur- und Mediengeschichte im internationalen Vergleich. Historisch vergleichende Analyse von Werken bzw. Werkkomplexen in transnationaler und/oder transmedialer Perspektive. Anwendung und Vertiefung der in den Modulen 1 und 2 erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten.

5 Literaturtheorie & Interpretation

Grundlegende literaturtheoretische Konzepte. Einführung in unterschiedliche Theorien der Literatur und in die damit verbundenen Methoden der Interpretation literarischer Texte, unter Berücksichtigung internationaler wie auch inter- und transmedialer Phänomene. Kritische Reflexion der Voraussetzungen und Konsequenzen spezifischer literaturtheoretischer Ansätze (u.a. im Hinblick auf soziale, genderorientierte und kulturelle Diversität). Kritische Reflexion
der Möglichkeiten und Grenzen von literaturwissenschaftlichen Interpretationsmethoden sowie ihrer Kombinierbarkeit (Pluralismus). Praktische Einführung in literaturwissenschaftliches Arbeiten, bes. literaturwissenschaftliche
Hausarbeiten: Themenfindung, Strukturierung, Zitierweisen, Fußnoten, Layout, sichere und verantwortliche Handhabung analoger und digitaler Hilfsmittel (u.a. informierter und reflektierter Umgang mit KI-basierter Unterstützung), geistiges Eigentum, Wissenschaftsethik.

6 Literatur in internationaler und transmedialer Perspektive II (LIT II): Strukturen, Formen, Verfahren

Vergleichende Betrachtung internationaler literarischer Phänomene im Bezugssystem Weltliteratur (insb. Systemreferenzen/Gattungen im internationalen Kontext). Theorie und Praxis literarischer Übersetzung. Beschreibung von international und/oder im Medienvergleich relevanten Strukturen, Formen und Verfahren literarischer Texte mithilfe von kritisch reflektierten Konzepten und Begriffen. Vergleichende Analyse von Strukturen, Formen, Verfahren literarischer Texte im internationalen Kontext, unter Berücksichtigung medialitätstheoretischer Fragestellungen sowie inter- und/oder transmedialer Forschungsperspektiven. Anwendung und Vertiefung der in den Modulen 1, 2 und 3 erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen.

7 Ergänzungsmodul

Das Ergänzungsmodul dient der individuellen Schwerpunktsetzung. Es kann aus zwei Belegungsvarianten ausgewählt werden:

Variante A: Vertiefung Literaturwissenschaft/Komparatistik: Belegung von zwei weiteren komparatistischen Seminaren. Zur Auswahl stehen hierfür LVen (S bzw. HS) aus den KF-Modulen 5 und/oder 8 (vgl. die Angaben zu den „Inhalten“ in den entsprechenden KF-Modulbeschreibungen).

Variante B: Belegung des KF-Moduls 9 „Literaturvermittlung und ihre medialen Kontexte“ (zweisemestriges Projektmodul; Beginn nur im WS). Verfügbarkeit des Moduls für BF-Studierende je nach Kapazität. Das Projektmodul wird für BF-Studierende mit 6 LP angerechnet (reduzierte Leistungen im Kontext der „aktiven Teilnahme“ und „Studienleistung“); das Modul erfordert jedoch ein besonderes Engagement von Seiten der Teilnehmenden (die erbrachten Projektleistungen/erworbenen Kompetenzen werden im Transcript of Records ausgewiesen).

Lehrveranstaltungen (Beispiele)

  • Realismus: Eine internationale Epoche der Literatur
  • Literaturen der Migration
  • Krimi-Variationen: ‚Klassische‘ Kriminalromane, moderner ‚Anti-Kriminalroman‘, postmoderne Spielarten
  • Tendenzen in der internationalen Gegenwartsliteratur
  • Drama der Moderne
  • Mediale Literaturvermittlung
  • Reisen durch Afrika: Selbst- und Fremdkonstruktionen in der europäischen Reiseliteratur
  • Comic als Erzählform
  • Metatheater: Metatheatrale Strategien von Molière bis ins 21. Jahrhundert
  • Europäische Romantik
  • Altindische Frauengestalten in neuerer Literatur
  • Theorie und Praxis der Übersetzung
  • Internationale Popliteratur
  • Intermediales Erzählen
  • Tragik und Tragödie
Lektürefähigkeit

Studienvoraussetzung für das Studium ist die Lektürefähigkeit in Englisch. Erwartet wird zudem Lektürefähigkeit in einer weiteren modernen Fremdsprache bzw. der Erwerb einer solchen Lektürefähigkeit innerhalb des Studiums durch frei wählbare Sprach- oder Lektürekurse. Lektürefähigkeit bedeutet, dass Studierende der Komparatistik sich mit literarischen Texten außer in Deutsch auch in Englisch und einer zweiten Fremdsprache des Studiengangs im Original auseinandersetzen können. Für die Lektürefähigkeit muss kein Nachweis erbracht werden.

Studienbeginn

Der Studienbeginn ist im Wintersemester und im Sommersemester möglich.

und nach dem Bachelor?

Die Berufsperspektiven nach dem Abschluss des B.A. „Literaturwissenschaft/Komparatistik: Literatur in internationaler und transmedialer Perspektive“ [LIT] sind vielfältig:

  • Verlage und Buchbranche (z. B. Lektorat, Literaturagentur),
  • (Kultur-)Journalismus (Print, Online, TV, Radio),
  • Dramaturgie (z.B. Theater oder Film),
  • internationale Kulturinstitutionen (z. B. Akademien, Stiftungen, Fortbildungseinrichtungen),
  • Öffentlichkeitsarbeit (z. B. in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft)

oder: Master „Komparatistik: Welt | Literatur | Medien“

Modul „Interdisziplinarität I und II“

Kernfach-Studierende können ihre Kenntnisse im Bereich der Literatur von zwei Sprach- bzw. Kulturräumen vertiefen. Sie haben dabei die freie Wahl aus den folgenden, von den entsprechenden Instituten angebotenen Modulen. Für Interdisziplinarität I und II müssen zwei unterschiedliche Module gewählt werden.

Zur Auswahl stehen:

Deutsche Literatur, Englische Literatur, Amerikanische Literatur, Französische Literatur, Spanische Literatur- und Kulturwissenschaft, Portugiesische Literatur- und Kulturwissenschaft, Italienische Literatur, Slavische Literaturen und Türkische Literatur.

Modul „Allgemeine und berufsbezogene Kompetenzen (ABK)“

Das Modul umfasst 18 Leistungspunkte (LP). Davon entfallen 8 LP auf das Praktikum (s.u.). Die restlichen 10 LP können aus einem breiten Spektrum von Lehrveranstaltungen unterschiedlicher Ausrichtung frei gewählt werden. Studierende müssen darauf achten, dass die Summe der durch solche Lehrveranstaltungen erbrachten Leistungspunkte am Ende ihres Studiums mindestens 10 ergibt. Studierenden steht frei, in welchem Semester sie wie viele LP für das Modul ABK erwerben wollen. (Die bestimmten Semestern zugeordneten konkreten LP-Zahlen im Studienverlaufsplan sind nur Hinweise und deshalb nicht verbindlich.)

Zur Auswahl stehen:

A: Fremdsprachenerwerb

  1. Internationales Studien- und Sprachenkolleg (ISSK): a) Englisch b) Spanisch c) Französisch d) Italienisch e) weitere Sprachen entsprechend dem Angebot des ISSK
  2. Slavistik: a) Russisch b) Polnisch c) Tschechisch d) Bosnisch/Kroatisch/Serbisch
  3. Portugiesisch
  4. Türkisch

B: Studium generale (fächerübergreifende Lehrveranstaltungen aus dem Modul „Interdisziplinarität“)

C: Medien- & Datenkompetenzen

  1. IT-Kenntnisse (Kurse des Zentrums für Datenverarbeitung (ZDV), z. B. zu Indesign, Photoshop, Excel oder Powerpoint; Anmeldung über das ZDV und nachträgliche Anrechnung der Veranstaltungen)
  2. digital/data literacy/Digital Humanities (Lehrveranstaltungen aus dem M.A. „Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften“)
  3. Schreib- u. Präsentationskompetenz/Wissenschaftskommunikation Englisch:
    a) Englisch-Kurse des ISSK  (ab B2), b) Schreibzeit-Tutorium oder Kurse der Schreibakademie des PHILIS-Kompetenzzentrums (Anmeldung über PHILIS und nachträgliche Anrechnung der Veranstaltungen);
  4. Journalistisches Seminar/Institut für Publizistik (Vorlesung „Media in a European and Global Context“; weitere Veranstaltungen sollen folgen)

Darüber hinaus können in Absprache mit der Studienfachberatung andere berufs-/praxisbezogene Kurse und erbrachte Leistungen im ABK-Modul angerechnet werden.

Bei Fragen zum ABK-Modul wenden Sie sich gerne an die Studienfachberatung oder das Studienbüro.

Praktikum und Praktikumsbericht

Zum B.A.-Studiengang „Literaturwissenschaft/Komparatistik: Literatur in internationaler und transmedialer Perspektive“ [LIT] (Kernfach) gehört ein obligatorisches Praktikum von 6 Wochen (240 Stunden) in einem fachnahen Berufsfeld. Das Praktikum kann zu jedem anderen Zeitpunkt im Laufe des Studiums absolviert werden. Für das Praktikum werden 8 LP vergeben. Als fachnahe Berufsfelder gelten Organisationen, Unternehmen und Unternehmensbereiche die konkret mit Literatur befasst sind (z.B. Literaturhäuser, Verlage, Feuilleton…) sowie solche, die ihre Mitarbeiter:innen u.a. aus den Absolventen des Studiengangs rekrutieren können (z.B. Printmedien allgemein, Rundfunk, Fernsehen, Theater, andere kulturelle Institutionen, Unternehmensabteilungen für Presse- und/oder Öffentlichkeitsarbeit usw.). Wenn Zweifel über die Fachnähe des beabsichtigten Praktikums bestehen, diese bitte vorher in der Fachstudienberatung abklären. Das Praktikum kann natürlich auch im Ausland absolviert werden.

Am Ende des Praktikums ist ein Praktikumsbericht zu erstellen. Der Praktikumsbericht umfasst eine kurze Vorstellung der Institution/des Unternehmens, in der/in dem das Praktikum geleistet wurde, eine ausführliche Darstellung der ausgeführten Tätigkeiten sowie eine reflektierte Darstellung des Verhältnisses zwischen Studium/Studieninhalten und dem allgemeinen Bereich bzw. den konkreten Tätigkeiten des Praktikums. Der Praktikumsbericht sollte zwei DIN-A-4-Seiten in der Formatierung eines Seminarprotokolls nicht überschreiten. Der Praktikumsbericht wird zusammen mit einer Bestätigung des Arbeitgebers (insbesondere über die Länge des Praktikums) bei der Fachstudienberatung abgegeben. Der Praktikumsbericht wird nicht benotet, ist jedoch Voraussetzung für die Anrechnung der dem Praktikum entsprechenden Leistungspunkte.

Hier zu einer ersten Orientierung der Praktikumsguide der Fachschaft

Abschlussphase (B.A. Arbeit, Mündliche Prüfung, Anmeldung)

Die schriftliche Bachelor-Arbeit im Studiengang Literaturwissenschaft/Komparatistik stellt zusammen mit der anschließenden mündlichen Prüfung den Abschluss des Kernfach-Studiengangs dar. Im Beifach-Studiengang gibt es keine Abschlussprüfung. Die rechtlichen Regelungen können der derzeit gültigen Fassung der fächerübergreifenden B.A.-Prüfungsordnung entnommen werden. Hierzu finden Sie im Folgenden einige Erläuterungen.

Bachelorarbeit

In der B.A.-Arbeit soll eine komparatistische Fragestellung aus den Gegenstandsbereichen der Module des Studiengangs eigenständig behandelt werden. Möglich sind vergleichende Untersuchungen zu Beziehungen zwischen Texten aus unterschiedlichen Literaturen (u.a. alle Arten von intertextuellen Bezügen zwischen Texten, seien sie bezogen auf Gattungen, Stoffe, Motive, Themen, Übersetzungen oder literaturgeschichtliche Fragestellungen), vergleichende Untersuchungen zu intermedialen Beziehungen zwischen literarischen Texten und (Werken aus) anderen Künsten sowie zu transmedialen Phänomenen mit Bezug zur Literatur und vorwiegend literaturtheoretisch ausgerichtete Untersuchungen wie z. B. eine vergleichende Diskussion verschiedener Theoriekonzepte zu einem komparatistisch relevanten Problemfeld.

Die B.A.-Arbeit soll einen Umfang von 30 Seiten in der Formatierung einer Seminararbeit nicht überschreiten. Die Bearbeitungszeit beträgt 8 Wochen. Das genaue Thema für die B.A.-Arbeit wird in Absprache zwischen der/dem Studierenden und der Betreuerin/dem Betreuer festgelegt. Der Betreuer/die Betreuerin kann aus dem Kreis der prüfungsberechtigten Lehrenden des Instituts gewählt werden. Bei der Wahl der Betreuerin/des Betreuers sollte darauf geachtet werden, dass der von der Studierenden/vom Studierenden für die B.A.-Arbeit gewählte Themenbereich sich mit den Arbeitsschwerpunkten der/des prüfungsberechtigten Lehrenden überschneidet.

Mündliche Prüfung

Voraussetzung für die Zulassung zur mündlichen Prüfung ist die Bewertung der B.A.-Arbeit mit mindestens der Note „ausreichend“. Das Bewertungsverfahren dauert in der Regel 6 Wochen. Die mündliche Prüfung soll innerhalb 4 Wochen nach Abschluss der Bewertung der B.A.-Arbeit stattfinden. Die Prüfung dauert 30 Minuten.
Die Abschlussprüfung besteht aus zwei Teilen. Gegenstand des ersten Teils sind der Inhalt der Bachelorarbeit sowie Fragestellungen im Kontext des für die Bachelorarbeit gewählten Themas. Der Kandidatin/dem Kandidaten wird in der Prüfung Gelegenheit gegeben, ihre/seine Arbeit in maximal 5 Minuten vorzustellen. Gegenstand des zweiten Teils der Prüfung ist ein weiteres Thema aus einem der Module des Studiengangs nach Wahl der Kandidatin oder des Kandidaten. Dieses Thema wird im Vorfeld mit der/dem Prüfer/in (in der Regel der/die Erstgutachter/in der Arbeit) abgesprochen.

Die Studierenden müssen sich selbst um einen Prüfungstermin kümmern. Insofern ist es sinnvoll, dass Studierende sich möglichst bald nach Abgabe der Arbeit mit der Betreuerin/dem Betreuer der B.A.-Arbeit in Verbindung setzen, um einen Termin und ein Thema für den zweiten Teil der Prüfung auszumachen.

Bitte beachten Sie die Hinweise zur Prüfungsanmeldung.

Prüfungsberechtigte

Für B.A.-Arbeiten sind derzeit prüfungsberechtigt:

  • Amodeo, Prof. Dr. Immacolata
  • Eckel, Univ.-Prof. Dr. Winfried
  • Eick, Dr. Anna-Lena
  • Lamping, Univ.-Prof. Dr. Dieter
  • Nicklas, PD Dr. Pascal
  • Rajewsky, Univ.-Prof. Dr. Irina
  • Seiler, PD Dr. Sascha
  • Zipfel, Prof. Dr. Frank
Informationen zu Vorlesungszeiten, Veranstaltungsanmeldungen und Stipendien Prüfungsberechtigte

Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten

Für alle Fragen rund um den B.A. Literaturwissenschaft/Komparatistik steht Dr. Jonas Heß zur Verfügung:

Dr. Jonas Heß, Philosophicum, Zi. 03-918, Tel.: 39-30520

Beratung in der Sprechstunde oder nach Vereinbarung per E-Mail an hessj@uni-mainz.de

Studierenden der Komparatistik ist im Hinblick auf die Internationalität des Gegenstandes ihres Faches ein Auslandsaufenthalt besonders zu empfehlen. Das Auslandsstudium kann u.a. dazu genutzt werden, sich mit der Literatur in der Sprache des Gastlandes auseinanderzu­setzen. Zudem besteht die Möglichkeit, sich mit Themen und Methoden der Komparatistik zu auseinanderzusetzen, die in den Mainzer Studiengängen weniger ausführlich behandelt werden. Ein Auslandspraktikum vermittelt Einblicke in die Arbeitswelt des Gastlandes.

Informationen zu Auslandsaufenthalten sind hier zu finden: 

Weitere Auskünfte erteilt der Erasmus- und Dijon-Beauftragte der AVL

Prof. Dr. Frank Zipfel, Philosophicum, Zi. 03-936, Tel.: 39-25143

Beratung in der Sprechstunde oder nach Vereinbarung per E-Mail an international.avl@uni-mainz.de

Das Fach Komparatistik ist zulassungsfrei, wer sich fristgerecht bewirbt, erhält einen Studienplatz.

Bewerbungsfristen

01.09. für das Wintersemester
01.03. für das Sommersemester

Das Studienbüro des Gutenberg-Instituts und seine Mitarbeiter stehen für alle Fragen rund um die Organisation und Studienabläufe zur Verfügung

Beim Prüfungsamt des FB05 wird die Bachelorarbeit angemeldet, die Mitarbeiter des Prüfungsamts stehen für alle weiteren Auskünfte gerne zur Verfügung

In der Komparatistik wurden im Sommersemester 2025 sowohl der Bachelor- als auch der Masterstudiengang re-akkreditiert. Wenn es Fragen zu den auslaufenden Studiengängen gibt, wenden Sie sich bitte an die Studienfachberatung.


Literatur dient dazu, unsere Welt zu verstehen und zu erweitern. An Ländergrenzen macht Literatur niemals Halt. Lange bevor von Vernetzung und Globalisierung die Rede ist, wandern Texte von Nation zu Nation, von Kontinent zu Kontinent: Übersetzungen und die internationale Tradierung von Mythen, Stoffen, Motiven oder Gattungen zeigen, dass Literatur schon immer im permanenten Austausch zwischen verschiedenen Sprachräumen und Kulturen entsteht. Und mit dem Auftauchen neuer Medien eröffnen sich jeweils neue Resonanzräume, Literatur wird zur Vorlage für Hörspiele, Filme, Fernsehserien, Comics oder Computerspiele. Zudem steht Literatur immer schon in einem Wechselspiel mit anderen Künsten und Medien, beispielsweise mit dem Theater, der Malerei oder der Musik. Das Studium des M.A. „Komparatistik: Welt | Literatur | Medien“ wird so zu einer literarischen Weltreise durch kleine und große Literaturen, Vergangenheit und Gegenwart, das Bekannte und das Fremde und durch die vielfältigen internationalen Beziehungen zwischen Literatur und anderen Medien und Künsten.

Der Masterstudiengang „Komparatistik: Welt | Literatur | Medien“ untersucht die internationalen Beziehungen zwischen zwischen europäischen, amerikanischen, afrikanischen und asiatischen Literaturen und die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Literatur und anderen Künsten/Medien. Abstrakte Begriffe wie Intertextualität, Intermedialität und Interkulturalität werden so mit Inhalt gefüllt. Komparatist*innen lernen, den grenzüberschreitenden Charakter von Literatur ins Auge zu fassen und dort Verbindendes zu erkennen, wo andere nur Trennendes sehen.

Der Studiengang ist nach dem neuen Mainzer Mastermodell Profilierung konzipiert. Dabei entfallen 90 von insg. 120 Leistungspunkten auf das Masterfach. Die übrigen 30 Leistungspunkte können entweder durch eine Vertiefung des Masterfachs, die Belegung eines Ergänzungsfachs oder den Erwerb von ergänzenden Qualifikationen/Zertifikaten erworben werden.

Der Master KOMPARATISTIK: WELT | LITERATUR | MEDIEN

Der Studiengang „Komparatistik: Welt | Literatur | Medien“ ist ein international und medienübergreifend ausgerichteter, interdisziplinärer literaturwissenschaftlicher Master-Studiengang. Im Zentrum des Studiums steht die Literatur als internationales Kulturphänomen im Zusammenhang der verschiedenen Künste und Medien.

Zentrale Gegenstände bilden die vertiefte Analyse, Beschreibung und Interpretation der internationalen Vernetzungen literarischer Texte sowie der Mediengrenzen überschreitenden Beziehungen der Literatur zu anderen künstlerischen Praktiken (z.B. Malerei, Musik, Film, Comic, Video-Spiel usw.). Zur Untersuchung dieser Phänomene werden solide literatur- und medientheoretische Grundlagen vermittelt und neuere theoretische Ansätze diskutiert. Daneben besteht die Möglichkeit der vertiefenden Auseinandersetzung mit der Literatur eines bestimmten Sprachraums und/oder mit einem benachbarten geistes- oder kulturwissenschaftlichen Fach. Zur Erleichterung des Übergangs in den Beruf, wird eine breite Palette an Veranstaltungen zur allgemeinen Berufsqualifikationen angeboten, insbesondere im Bereich Kultur und Medien.

Der Studiengang ist nach dem neuen Mainzer Mastermodell Profilierung konzipiert. Dabei entfallen 90 von insg. 120 Leistungspunkten auf das Masterfach. Die übrigen 30 Leistungspunkte können entweder durch eine Vertiefung des Masterfachs, die Belegung eines Ergänzungsfachs oder den Erwerb von ergänzenden Qualifikationen/Zertifikaten erworben werden.

Insgesamt erwerben Studierenden solide und differenzierte Kompetenzen zur eigenständigen, fundierten Analyse, begründeten Interpretation und vertieften theoretischen Reflexion künstlerischer und wissenschaftlicher Texte sowie anderer, auch nicht-sprachlicher kultureller Praktiken. Hinzu kommen nicht-fachspezifische und berufsbezogene Kompetenzen, z. B. Fremdsprachenkenntnisse, Kompetenzen in Wissensaufbereitung und -kommunikation, data literacy oder Kompetenzen in akademischer Forschung und Lehre.

Beispiele für Fragestellungen, die in der Mainzer Komparatistik untersucht werden:

  • Was ist Literatur? Wie ist das Verhältnis zwischen Literatur und Wirklichkeit? Welche gesellschaftlichen Funktionen erfüllten Literatur und Kunst?
  • Wie funktioniert (literarische) Komik?
  • Was macht Weltliteratur im Zeitalter der Globalisierung aus?
  • Wie funktioniert Erzählen in verschiedenen Medien?
  • Wie verändert die Digitalisierung unsere Vorstellung davon, was Literatur ist und in welchem Verhältnis sie zu anderen Künsten steht?
  • Mit welchen Zielen und vor welchem Hintergrund werden kulturelle Identität, Migration, das Eigene und das Fremde, Anderssein und Diversität in literarischen Texten thematisiert?
  • Wie schreiben mehrsprachige Autor*innen?
  • Wie werden Mythen und Stoffe immer wieder neu und immer wieder anders erzählt? Und mit welchen Zielen?
  • Wie beeinflussen Darstellungsverfahren anderer Medien die Literatur?
  • Wie laufen Prozesse der Kanonisierung kultureller Produkte ab und welche Funktionen erfüllt ein Kanon?

Konkrete Beispiele für Lehrveranstaltungen im MA-Studiengang „Komparatistik: Welt | Literatur | Medien“:

  • Transmediale Narratologie (Möglichkeiten und Grenzen)
  • ‚Writing back‘ und der Kanon der (westlichen) Literatur
  • Intertextualität als Schreiben am Mythos
  • Literatur der Migration: Schreiben zwischen Kulturen
  • Neuere Ansätze einer transmedialen Fiktionstheorie
  • Was kommt nach der Postmoderne? Tendenzen der Gegenwartsliteratur seit der Jahrtausendwende
  • Weltliteratur: Konzepte und Theorien
  • Orpheus-Rezeption: Asien, Afrika und USA
  • Die andere Seite der Geschichte. „Rewriting“ als literarisches Verfahren im Dienste marginalisierter Perspektiven.
  • Theorie und Praxis der Übersetzung
  • New Bookishness. Aktuelle Herausforderungen der Intermedialitätsforschung im Kontext des Digitalen
  • Bilder des Eigenen und des Fremden in europäischer Reiseliteratur
  • Der Nobelpreis für Literatur
  • Der Phädra-Mythos: Bearbeitungen von der Antike bis heute

Zahlreiche internationale Kooperationen ermöglichen Studienaufenthalte im Ausland. Den Masterstudiengang Komparatistik kann man darüber hinaus auch im Rahmen des Integrierten Studienprogramms Mainz/Dijon studieren und einen Doppelabschluss Master of Arts/Master Recherche Lettres modernes erwerben.

Das Studium bereitet in umfassender Weise auf Tätigkeiten im Bereich Kultur und Medien vor, insb. solche mit internationaler Ausrichtung (Journalismus, Verlag, Theater, Kulturinstitutionen, Wissenschaftsförderung, Öffentlichkeitsarbeit etc.) und eröffnet auch die Möglichkeit einer Promotion.

Mainz – Stadt des Wissens und der Medien

Die Mainzer Komparatistik ist die älteste und eine der wichtigsten im deutschsprachigen Raum. Sie versteht sich als Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft: Die Allgemeine Literaturwissenschaft liefert die systematisch-theoretischen Grundlagen für die Vergleichende Literaturwissenschaft. Diese untersucht in historisch-vergleichender Perspektive die internationalen Verflechtungen zwischen literarischen Phänomenen sowie die Bezüge zwischen Literatur und anderen Kunstformen. So bezieht die Vergleichende Literaturwissenschaft ihre Begriffe aus der Allgemeinen, die Allgemeine ihre Gegenstände aus der Vergleichenden.

Komparatistik in Mainz

Die Mainzer Komparatistik ist die älteste und eine der wichtigsten im deutschsprachigen Raum. Sie versteht sich als Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft: Die Allgemeine Literaturwissenschaft liefert die systematisch-theoretischen Grundlagen für die Vergleichende Literaturwissenschaft. Diese untersucht in historisch-vergleichender Perspektive die internationalen Verflechtungen zwischen literarischen Phänomenen sowie die Bezüge zwischen Literatur und anderen Kunstformen. So bezieht die Vergleichende Literaturwissenschaft ihre Begriffe aus der Allgemeinen, die Allgemeine ihre Gegenstände aus der Vergleichenden.

Studienaufbau

Das Studium setzt sich aus dem Masterfach (90 LP) und einem Profilbereich (30 LP) zusammen.

Masterfach (90 LP)

Das Masterfach besteht aus sieben Modulen. In den Modulen 1-4 werden die wichtigsten Aspekte der zeitgenössischen Komparatistik vermittelt. Die Module 5-7 ermöglichen eine Vielzahl individueller Schwerpunktsetzungen. Das Modul 5 dient der Vermittlung von interdisziplinären Kompetenzen, frei wählbar aus benachbarten literatur-, kunst-, medien- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen. Modul 6 vermittelt vielfältiger allgemeine und berufsbezogenen Kompetenzen. Das Modul 7 bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich im Rahmen der Abschlussarbeit mit einem selbstgewählten komparatistischen Thema vertieft auseinanderzusetzen. Die Module haben folgende Inhalte:

1 Theorien, Konzepte, Strukturen I

Theorien und Konzepte von Weltliteratur (von Goethe bis zu aktuellen Ansätzen und Debatten) und deren kritische Reflexion, unter Berücksichtigung einschlägiger Faktoren und Strukturen der internationalen Zirkulation von Texten (u.a. Kanonbildung und Kanonisierungsprozesse, Rolle von Übersetzungen; Inter-, Trans- und Multikulturalität; Rolle anderer Künste/Medien und intermedialer Adaptionsprozesse, z.B. in Theater, Film, Comics/Graphic Novels, Computerspielen). Konzeptualisierung von internationalen literarischen Phänomenen und deren historischer Entwicklung, bes. im Kontext von Globalisierung und digitalem Wandel. Forschungsorientierte Diskussion von Konzepten der Intertextualität, Intermedialität und Transmedialität in synchroner wie diachroner Perspektive, unter Einbeziehung der digitalen Transformation von Kultur und Gesellschaft und Phänomenen der Medienkonvergenz.

2 Theorien, Konzepte, Strukturen II

Theoretisch-methodisch wie auch theorie- und begriffsgeschichtlich reflektierte Auseinandersetzung mit grundlegenden Theorien und Konzepten der komparatistisch orientierten Literaturwissenschaft: z.B. Theorie des Erzählens und erzählender Gattungen, Theorie der Lyrik und lyrischer Gattungen, Theorie des Dramas und dramatischer Gattungen, allgemeine Gattungstheorie, Fiktionstheorie, Ästhetik, Rhetorik, Theorie künstlerischer Verfahren (z.B. Autoreflexivität/Metaisierung), auch im Hinblick auf ihre je medienspezifischen Umsetzungen. Die untersuchten künstlerischen Strukturen werden unter Berücksichtigung des aktuellen Forschungsstands und unter Einbeziehung medialitätstheoretischer bzw. medienkomparatistischer Fragestellungen auf der Grundlage ausgewählter theoretischer Texte beschrieben, diskutiert und kritisch evaluiert. Anhand von literarischen Texten und ggf. anderweitiger medialer Praktiken werden die entsprechenden Theorien und Konzepte in ihrer Operationalisierbarkeit und heuristischen Tragfähigkeit erprobt und sowohl in ihrer theoretischen und medialen Reichweite als auch hinsichtlich ihres analytisch-interpretativen Potentials diskutiert.

3 Analysen, Interpretationen, Vernetzungen I

Exemplarische Analysen und Interpretationen von literarischen Texten (und anderen künstlerischen/kulturellen Praktiken), anhand derer die vielfältigen Vernetzungsformen von literarischen Texten in internationaler Perspektive untersucht werden: Intertextuelle Bezüge (wie z.B. Anspielungen, Zitate, Stoffe, Motive); transnationale Strukturen (wie z.B. Gattungen, Strömungen, Darstellungsweisen, Epochen), Übersetzungen; Phänomene der Inter-, Trans- und Multikulturalität (u.a. literarische Auseinandersetzungen mit kultureller Identität/Alterität/Diversität, mit Migration und der Hybridität/Hybridisierung von Kulturen; Fragen der literarischen Darstellung des Eigenen/Fremden/Diversen; Untersuchung künstlerischer Reflexionen verschiedener Aspekte der Globalisierung); inter- und transmediale Relationen zwischen literarischen Texten und anderen Künsten/Medien. Die Analysen und Interpretationen werden sowohl mit literaturhistorischen Fragestellungen als auch mit Reflexionen zu den darstellerischen Möglichkeiten und Grenzen spezifischer Medien sowie mit Reflexionen zu Aspekten des medialen Wandels verknüpft (u.a. der Digitalisierung).

4 Analysen, Interpretationen, Vernetzungen II

Exemplarische Analysen und Interpretationen von literarischen Texten (und anderen künstlerischen/kulturellen Praktiken), anhand derer die vielfältigen Vernetzungsformen von literarischen Texten in internationaler Perspektive untersucht werden: Intertextuelle Bezüge (wie z.B. Anspielungen, Zitate, Stoffe, Motive); transnationale Strukturen (wie z.B. Gattungen, Strömungen, Darstellungsweisen, Epochen), Übersetzungen; Phänomene der Inter-, Trans- und Multikulturalität (u.a. literarische Auseinandersetzungen mit kultureller Identität/Alterität/Diversität, mit Migration und der Hybridität/Hybridisierung von Kulturen; Fragen der literarischen Darstellung des Eigenen/Fremden/Diversen; Untersuchung künstlerischer Reflexionen verschiedener Aspekte der Globalisierung); inter- und transmediale Relationen zwischen literarischen Texten und anderen Künsten/Medien. Die Analysen und Interpretationen werden sowohl mit literaturhistorischen Fragestellungen als auch mit Reflexionen zu den darstellerischen Möglichkeiten und Grenzen spezifischer Medien sowie mit Reflexionen zu Aspekten des medialen Wandels verknüpft (u.a. der Digitalisierung).

5 Interdisziplinarität

Ein Modul frei wählbar aus den Modulangeboten der benachbarten literaturwissenschaftlichen Disziplinen, so aus der Germanistik, Anglistik, Amerikanistik, Romanistik („Französische/Frankophone Literaturen“, „Spanische/Hispanophone Literaturen“, „Italienische Literatur“), der Slavistik („Slavische Literaturen“: russische und/oder polnischen Literatur; nach Maßgabe des Angebots ggf. auch Lehrveranstaltungen zur tschechischen oder bosnischen/kroatischen/serbischen Literatur) und der Turkologie sowie die Modulangebote „Afrikanische Literaturen“, „Altindische Literatur“ und „Moderne Südasiatische Literatur“. Zum anderen sind Modulangebote aus komparatistikaffinen Fächern wählbar: Buchwissenschaft, Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft.

6 Allgemeine und berufsbezogene Kompetenzen

Das Modul bietet gezielt Raum für individuelle Schwerpunktsetzungen. Es vermittelt allgemeine und berufsbezogene Kompetenzen sowie (fachnahe) anwendungsbezogene Zusatzqualifikationen und berufspraktische Erfahrungen, z.B. Ausbau von Fremdsprachenkenntnissen, Schreib- und Präsentationskompetenzen (auch im Bereich der Wissenschaftskommunikation auf Englisch), IT-Kenntnissen und data literacy, Fertigkeiten im Bereich des „Audiovisuellen Publizierens“ oder das Abhalten eines oder mehrerer Tutorien im B.A.-Studiengang der AVL/Komparatistik. So können Master-Studierende in einem geschützten, angeleiteten Raum berufspraktische Erfahrungen sammeln und didaktische sowie kommunikative und soziale Kompetenzen erwerben. Zu erbringen sind insgesamt Leistungen im Umfang von mindestens 9 LP, frei wählbar aus dem Gesamtangebot.

7 Abschlussmodul

Das Abschlussmodul dient wesentlich dazu, die Studierenden bei der Konzeption und Durchführung der M.A.-Arbeit unterstützend zu begleiten.

Profilbereich (30 LP)

entweder Profil 1: Fachvertiefung (FV)

In Profil 1 können Studierende das Masterfach Komparatistik weiter vertiefen. Das Profil 1 besteht aus einem Modul mit vertiefenden komparatistischen Veranstaltung, einem Wahlmodul „Interdisziplinarität“ sowie einem forschungsbezogenen Projektmodul. Die Kombination des Masterfachs Komparatistik mit dem Profil 1 entspricht somit einem Ein-Fach-Master Komparatistik.

FV 1 Fachvertiefung Komparatistik

Vertiefung und Erweiterung von exemplarischen Untersuchungen und Beschreibungen der internationalen sowie inter- und transmedialen Vernetzungen von literarischen Texten. Phänomene der Inter-, Trans- und Multikulturalität in literarischen Werken (u.a. literarische Auseinandersetzungen mit kultureller Identität/Alterität/Diversität, mit Migration und der Hybridität/Hybridisierung von Kulturen; Fragen der literarischen Darstellung des Eigenen/Fremden/Diversen; Untersuchung künstlerischer Reflexionen verschiedener Aspekte der Globalisierung). Inter- und transmediale Vernetzungen zwischen literarischen Texten und (künstlerischen) Praktiken in anderen Medien verknüpft mit methodischen Reflexionen zu den darstellerischen Möglichkeiten und Grenzen je spezifischer Medien und mit historischen Reflexionen zu Aspekten des medialen Wandels (u.a. der Digitalisierung)

FV 2 Interdisziplinarität


Ein Modul frei wählbar aus den Modulangeboten der benachbarten literaturwissenschaftlichen Disziplinen, so aus der Germanistik, Anglistik, Amerikanistik, Romanistik („Französische/Frankophone Literaturen“, „Spanische/Hispanophone Literaturen“, „Italienische Literatur“), der Slavistik („Slavische Literaturen“: russische und/oder polnischen Literatur; nach Maßgabe des Angebots ggf. auch Lehrveranstaltungen zur tschechischen oder bosnischen/kroatischen/serbischen Literatur) und der Turkologie sowie die Modulangebote „Afrikanische Literaturen“, „Altindische Literatur“ und „Moderne Südasiatische Literatur“. Zum anderen sind Modulangebote aus komparatistikaffinen Fächern wählbar: Buchwissenschaft, Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft.

FV 3 Forschungsbezogenes Projektmodul

Im ersten Teil des Moduls entwickeln die Studierenden in Absprache mit einem/einer Dozent:in der AVL selbständig ein forschungsbezogenes Projektvorhaben, in dessen Rahmen sie sich mit einem frei gewählten komparatistischen Gegenstand auseinandersetzen. Das forschungsbezogene Projektmodul bietet so die Möglichkeit, individuelle Schwerpunkte zu setzen und sich – außerhalb von konkreten Lehrveranstaltungen, aber eng durch Dozent:innen der AVL begleitet – vertieft und forschungsnah mit einem Gegenstand der Komparatistik auseinanderzusetzen. Im zweiten Teil des Moduls nehmen die Studierenden am Oberseminar der Abteilung AVL teil, in dem aktuelle Ansätze der Forschung, für das Fach relevante theoretische Positionen und laufende Projekte von Mitarbeiter:innen der AVL diskutiert werden. Sie präsentieren das von ihnen erarbeitete Projekt und stellen es zur gemeinsamen Diskussion.

oder Profil 2: Ergänzungsfach

Liste der wählbaren Ergänzungsfächer (Bitte beachten: Die verlinkte Liste ist vorläufig. Im Laufe dieses und der kommenden Semester werden weitere wählbare Ergänzungsfächer hinzukommen.)

oder Profil 3: Ergänzende Qualifikationen

Mit Profil 3 haben Studierende die Möglichkeit, überfachliche Kompetenzen zu erwerben (u. a. durch „Zertifikate“), die den Berufseinstieg erleichtern. Nähere Informationen zu den ergänzenden Qualifikationen finden Sie hier.

Studienvoraussetzungen

B.A. in Komparatistik bzw. Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (Kern- oder Beifach) oder B.A. in einer Fremdsprachenphilologie (Kernfach) oder B.A. in zwei Einzelphilologien unterschiedlicher Sprache oder ähnliche Abschlüsse aus dem In- und Ausland

Vorausgesetzt wird Lektürefähigkeit in Englisch. Erwartet wird zudem Lektürefähigkeit in einer weiteren modernen Fremdsprache bzw. der Erwerb einer solchen Lektürefähigkeit innerhalb des Studiums durch frei wählbare Sprach- oder Lektürekurse.

Eine Bewerbung ist möglich, sobald mindestens 135 Leistungspunkte im Bachelorstudiengang erbracht worden sind. Das B.A.-Zeugnis kann bis zum Ende des ersten Mastersemesters nachgereicht werden.

Studienbeginn

Studienbeginn ist im Winter- und im Sommersemester möglich

Und nach dem Master?

Die Berufsperspektiven nach dem Abschluss des M.A. Komparatistik: Welt | Literatur | Medien sind vielfältig:

  • Verlage und Buchbranche (z.B. Lektorat, Literaturagentur),
  • (Kultur-)Journalismus (Print, Online, TV, Radio),
  • Dramaturgie (z.B. Theater oder Film),
  • internationale Kultur-, Bildungs- und Wissenschaftsinstitutionen (z.B. Akademien, Stiftungen, Fortbildungseinrichtungen),
  • Öffentlichkeitsarbeit (z.B. in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft)
Mastermodell Profilierung

Der Studiengang ist nach dem neuen Mainzer Mastermodell Profilierung konzipiert. Dabei entfallen 90 von insg. 120 Leistungspunkten auf das Masterfach. Die übrigen 30 Leistungspunkte können entweder durch eine Vertiefung des Masterfachs, die Belegung eines Ergänzungsfachs oder den Erwerb von ergänzenden Qualifikationen/Zertifikaten erworben werden.

Masterfach (90 LP)

Das Masterfach besteht aus sieben Modulen. In den Modulen 1-4 werden die wichtigsten Aspekte der zeitgenössischen Komparatistik vermittelt. Die Module 5-7 ermöglichen eine Vielzahl individueller Schwerpunktsetzungen. Das Modul 5 dient der Vermittlung von interdisziplinären Kompetenzen, frei wählbar aus benachbarten literatur-, kunst-, medien- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen. Modul 6 vermittelt vielfältiger allgemeine und berufsbezogenen Kompetenzen. Das Modul 7 bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich im Rahmen der Abschlussarbeit mit einem selbstgewählten komparatistischen Thema vertieft auseinanderzusetzen. Die Module haben folgende Inhalte:

Profilbereich (30 LP)

entweder Profil 1: Fachvertiefung

In Profil 1 können Studierende das Masterfach Komparatistik weiter vertiefen. Das Profil 1 besteht aus einem Modul mit vertiefenden komparatistischen Veranstaltung, einem Wahlmodul „Interdisziplinarität“ sowie einem forschungsbezogenen Projektmodul. Die Kombination des Masterfachs Komparatistik mit dem Profil 1 entspricht somit einem Ein-Fach-Master Komparatistik.

oder Profil 2: Ergänzungsfach

Liste der wählbaren Ergänzungsfächer (Bitte beachten: Die verlinkte Liste ist vorläufig. Im Laufe dieses und der kommenden Semester werden weitere wählbare Ergänzungsfächer hinzukommen.)

oder Profil 3: ergänzende Qualifikationen

Mit Profil 3 haben Studierende die Möglichkeit, überfachliche Kompetenzen zu erwerben (u. a. durch „Zertifikate“), die den Berufseinstieg erleichtern. Nähere Informationen zu den ergänzenden Qualifikationen finden Sie hier.

Modul Interdisziplinarität

Master-Studierende können ihre Kenntnisse im Bereich der Literatur von eines Sprach- bzw. Kulturraums oder im Bereich von benachbarten Künsten bzw. Medien vertiefen. Sie haben dabei die freie Wahl aus den folgenden, von den entsprechenden Instituten angebotenen Modulen. Studierende des Profilbereichs 1 können ein zweites Modul aus der Liste wählen.

Zur Auswahl stehen:

Deutsche Literatur, Englische Literatur, Französische und Frankophone Literatur, Spanische und hispanophone Literaturen, Italienische Literatur, Slavische Literaturen, Türkische Literatur, Literature and Media in North America, Afrikanische Literaturen, Altindische Literatur, Moderne Südasiatische Literatur, Buchwissenschaft, Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft

Modul Allgemeine und berufsbezogene Kompetenzen (ABK)

Das Modul umfasst 9 Leistungspunkte (LP), die aus einem breiten Spektrum von Lehrveranstaltungen unterschiedlicher Ausrichtung frei gewählt werden können. Studierende müssen darauf achten, dass die Summe der durch solche Lehrveranstaltungen erbrachten Leistungspunkte am Ende ihres Studiums mindestens 9 ergibt. Studierenden steht frei, in welchem Semester sie wie viele LP für das Modul ABK erwerben wollen. (Die bestimmten Semestern zugeordneten konkreten LP-Zahlen im Studienverlaufsplan sind nur Hinweise und deshalb nicht verbindlich.)

Zur Auswahl stehen:

B: Studium generale (fächerübergreifende Lehrveranstaltungen aus dem Modul „Wissenschaftliche Grundlagen und Grundkompetenzen“)

  1. Internationales Studien- und Sprachenkolleg (ISSK): a) Englisch b) Spanisch c) Französisch d) Italienisch e) weitere Sprachen entsprechend dem Angebot des ISSK;
  2. Slavistik: a) Russisch b) Polnisch c) Tschechisch d) Bosnisch/Kroatisch/Serbisch;
  3. Portugiesisch;
  4. Türkisch

A: Fremdsprachenerwerb

C: Medien- & Datenkompetenzen

  1. IT-Kenntnisse (Kurse des Zentrums für Datenverarbeitung (ZDV), z. B. zu Indesign, Photoshop, Excel oder Powerpoint; Anmeldung über das ZDV und nachträgliche Anrechnung der Veranstaltungen)
  2. digital/data literacy/Digital Humanities (Lehrveranstaltungen aus dem M.A. „Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften“)
  3. Schreib- u. Präsentationskompetenz/Wissenschaftskommunikation Englisch:
    a) Englisch-Kurse des ISSK  (ab B2), b) Schreibzeit-Tutorium oder Kurse der Schreibakademie des PHILIS-Kompetenzzentrums (Anmeldung über PHILIS und nachträgliche Anrechnung der Veranstaltungen);
  4. Journalistisches Seminar/Institut für Publizistik (Vorlesung „Media in a European
    and Global Context“; weitere Veranstaltungen sollen folgen.)

D: Leiten von Tutorien im Rahmen des B.A. „Literaturwissenschaft/Komparatistik“ (angeleitet durch Mitarbeiter:innen der AVL)

Darüber hinaus können in Absprache mit der Studienfachberatung andere berufs-/praxisbezogene Kurse und erbrachte Leistungen im ABK-Modul angerechnet werden.

Bei Fragen zum ABK-Modul wenden Sie sich gerne an die Studienfachberatung oder das Studienbüro.

„Forschungsbezogenes Projektmodul“ in Profil 3

Im ersten Teil des Moduls entwickeln die Studierenden in Absprache mit einem/einer Dozent:in der AVL selbständig ein forschungsbezogenes Projektvorhaben, in dessen Rahmen sie sich mit einem frei gewählten komparatistischen Gegenstand auseinandersetzen. Das forschungsbezogene Projektmodul bietet so die Möglichkeit, individuelle Schwerpunkte zu setzen und sich – außerhalb von konkreten Lehrveranstaltungen, aber eng durch Dozent:innen der AVL begleitet – vertieft und forschungsnah mit einem Gegenstand der Komparatistik auseinanderzusetzen. Im zweiten Teil des Moduls nehmen die Studierenden am Oberseminar der Abteilung AVL teil, in dem aktuelle Ansätze der Forschung, für das Fach relevante theoretische Positionen und laufende Projekte von Mitarbeiter:innen der AVL diskutiert werden. Sie präsentieren das von ihnen erarbeitete Projekt und stellen es zur gemeinsamen Diskussion.

Abschlussphase (M.A. Arbeit, mündliche Prüfung, Anmeldung)

Die schriftliche Master-Arbeit im Studiengang „Komparatistik“ stellt zusammen mit der anschließenden mündlichen Prüfung den Abschluss des Studiengangs dar. Die rechtlichen Regelungen können der derzeit gültigen Fassung der fächerübergreifenden M.A.-Prüfungsordnung entnommen werden. Hierzu finden Sie im folgenden einige Erläuterungen.

Die schriftliche Bachelor-Arbeit im Studiengang Literaturwissenschaft/Komparatistik stellt zusammen mit der anschließenden mündlichen Prüfung den Abschluss des Kernfach-Studiengangs dar. Im Beifach-Studiengang gibt es keine Abschlussprüfung. Die rechtlichen Regelungen können der derzeit gültigen Fassung der fächerübergreifenden B.A.-Prüfungsordnung entnommen werden. Hierzu finden Sie im Folgenden einige Erläuterungen.

Masterarbeit

In der M.A.-Arbeit soll eine komparatistische Fragestellung aus den Gegenstandsbereichen der Module des Studiengangs eigenständig behandelt werden. Möglich sind vergleichende Untersuchungen zu Beziehungen zwischen Texten aus unterschiedlichen Literaturen (u.a. alle Arten von intertextuellen Bezügen zwischen Texten, seien sie bezogen auf Gattungen, Stoffe, Motive, Themen, Übersetzungen oder literaturgeschichtliche Fragestellungen), zwischen Texten und Kunstwerken in andern Kunstformen/Medien (z.B. Vergleiche von Stoffverarbeitungen oder Darstellungsweisen in verschiedenen Kunstformen) und eher literaturtheoretisch ausgerichtete Untersuchungen wie eine vergleichende Diskussion verschiedener Theoriekonzepte zu einem komparatistisch relevanten Problemfeld. Die Bearbeitungszeit für die M.A.-Arbeit beträgt 4 Monate. Sie soll einen Umfang von 60 Seiten in der Formatierung einer Seminararbeit nicht überschreiten. Das genaue Thema für die M.A.-Arbeit wird in Absprache zwischen der/dem Studierenden und der Betreuerin/dem Betreuer festgelegt. Der Betreuer/die Betreuerin kann aus dem Kreis der prüfungsberechtigten Lehrenden des Instituts gewählt werden. Bei der Wahl der Betreuerin/des Betreuers sollte darauf geachtet werden, dass der von der Studierenden/vom Studierenden für die M.A.-Arbeit gewählte Themenbereich sich mit den Arbeitsschwerpunkten der/des prüfungsberechtigten Lehrenden überschneidet.

Mündliche Prüfung

Voraussetzung für die Zulassung zur mündlichen Prüfung ist die Bewertung der M.A.-Arbeit mit mindestens der Note „ausreichend“. Das Bewertungsverfahren dauert in der Regel 6 Wochen. Die mündliche Prüfung soll innerhalb von 4 Wochen nach Abschluss der Bewertung der M.A.-Arbeit stattfinden. Die Prüfung dauert 30 Minuten.

Die Abschlussprüfung besteht aus zwei Teilen. Gegenstand des ersten Teils sind der Inhalt der Masterarbeit sowie Fragestellungen im Kontext des für die Masterarbeit gewählten Themas. Der Kandidatin/dem Kandidaten wird in der Prüfung Gelegenheit gegeben, ihre/seine Arbeit in maximal 5 Minuten vorzustellen. Gegenstand des zweiten Teils der Prüfung ist ein weiteres Thema aus einem der Module des Studiengangs nach Wahl der Kandidatin oder des Kandidaten. Dieses Thema wird im Vorfeld mit der/dem Prüfer/in (in der Regel der/die Erstgutachter/in der Arbeit) abgesprochen.

Die Studierenden müssen sich selbst um einen Prüfungstermin kümmern. Insofern ist es sinnvoll, dass Studierende sich möglichst bald nach Abgabe der Arbeit mit der Betreuerin/dem Betreuer der M.A.-Arbeit in Verbindung setzen, um einen Termin und ein Thema für den zweiten Teil der Prüfung auszumachen.

Bitte beachten Sie die Hinweise zur Prüfungsanmeldung.

Prüfungsberechtigte

  • Amodeo, Prof. Dr. Immacolata
  • Eckel, Univ.-Prof. Dr. Winfried
  • Lamping, Univ.-Prof. Dr. Dieter
  • Nicklas, PD Dr. Pascal
  • Rajewsky, Univ.-Prof. Dr. Irina
  • Seiler, PD Dr. Sascha
  • Zipfel, Prof. Dr. Frank
Informationen zu Vorlesungszeiten, Veranstaltungsanmeldung und Stipendien
Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten

Für alle Fragen rund um den M.A. Komparatistik Welt | Literatur | Medien steht Prof. Dr. Frank Zipfel zur Verfügung:

Prof. Dr. Frank Zipfel, Philosophicum, Zi. 03-936, Tel.: 39-25143

Beratung in der Sprechstunde oder nach Vereinbarung per E-Mail an fzipfel@uni-mainz.de

Studierenden der Komparatistik ist im Hinblick auf die Internationalität des Gegenstandes ihres Faches ein Auslandsaufenthalt besonders zu empfehlen. Das Auslandsstudium kann u.a. dazu genutzt werden, sich mit der Literatur in der Sprache des Gastlandes auseinanderzu­setzen. Zudem besteht die Möglichkeit, sich mit Themen und Methoden der Komparatistik zu auseinanderzusetzen, die in den Mainzer Studiengängen weniger ausführlich behandelt werden. Ein Auslandspraktikum vermittelt Einblicke in die Arbeitswelt des Gastlandes.

Weitere Informationen zu Auslandsaufenthalten: 

Weitere Auskünfte erteilt der Erasmus- und Dijon-Beauftragte des Instituts

Prof. Dr. Frank Zipfel, Philosophicum, Zi. 03-936, Tel.: 39-25143

Beratung in der Sprechstunde oder nach Vereinbarung per E-Mail an international.avl@uni-mainz.de

Der Master im Fach Komparatistik ist zulassungsfrei, wer sich fristgerecht bewirbt, erhält einen Studienplatz.

Bewerbungsfristen

01.09. für das Wintersemester
01.03. für das Sommersemester

Die Onlinebewerbung läuft zentral über das Portal „Jogustine“

Das Studienbüro des Gutenberg-Instituts und seine Mitarbeiter stehen für alle Fragen rund um die Organisation und Studienabläufe zur Verfügung

Beim Prüfungsamt des FB05 wird die Masterarbeit angemeldet, die Mitarbeiter des Prüfungsamts stehen für alle weiteren Auskünfte gerne zur Verfügung

In der Komparatistik wurden im Sommersemester 2025 sowohl der Bachelor- als auch die Masterstudiengänge re-akkreditiert. Wenn es Fragen zu den auslaufenden Studiengängen gibt, wenden Sie sich bitte an die Studienfachberatung.



Wer einen Beitrag zur komparatistischen Forschung leisten möchte, dem bietet die Möglichkeit zur Promotion in Mainz eine interessante Perspektive. Dissertationsvorhaben sind willkommen.

Die Zulassung zur Promotion setzt in der Regel die Master- oder Magisterprüfung in Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft im Hauptfach an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule in Deutschland oder im Ausland voraus. Genaueres hierzu regelt § 4 der Promotionsordnung. Darüber hinaus sind Sprachkenntnisse nach Maßgabe der für das Fach Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft geltenden Bestimmungen der Magister- bzw. Masterprüfungsordnung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz nachzuweisen.

Die Themenabsprache erfolgt mit der gewählten Betreuerin oder dem gewählten Betreuer der Doktorarbeit.