Elena Hoch, M.A., M.A.
Kontakt
mail: elena.hoch@uni-mainz.de
tel: 06131 39-30672
Philosophicum I
Jakob-Welder-Weg 18
Raum 03-542
Sprechzeiten
Dienstags, 14–15 Uhr oder nach Vereinbarung per E-Mail
- Multimodalitäts- und Intermedialitätsforschung
- Narratologie
- Gegenwartsliteratur
- Buch- und Lesekulturen des 21. Jahrhunderts (u. a. bookishness, Bibliophilie, Book Social Media, Social Reading-Plattformen)
- Kinder- und Jugendliteraturwissenschaft
- (Kinder-)Hörspielforschung
Laufendes Dissertationsprojekt: „Multimodales Erzählen im Roman der 2020er Jahre. Zur Neuverortung einer Erzählform im Kontext gegenwärtiger Buch- und Lesekulturen“ (Aufnahme des Projekts im Oktober 2026)
Kurzdarstellung des Projekts:
Bücher sind derzeit auffällig präsent. Eine bereits seit den 2000ern und v. a. seit den 2010er Jahren wachsende Aufmerksamkeit für das Buch als Medium und Objekt gewinnt dabei in den 2020er Jahren nochmals deutlich an Intensität: Bücher erscheinen vermehrt in aufwendig gestalteten Ausgaben, ihre Sichtbarkeit in den sozialen Medien hat deutlich zugenommen, Buchpodcasts haben sich als beliebtes Format etabliert und Buchmessen stoßen auf ein immer größeres Publikumsinteresse. Auch das Repertoire an buchbezogenem Merchandising hat sich in den vergangenen Jahren erheblich erweitert und wird aktiv dazu genutzt, um die Begeisterung für Bücher und die Identifikation als Leser:in nach außen zu tragen.
Diese Entwicklungen markieren einen Wandel gegenwärtiger Buch- und Lesekulturen, vor dessen Hintergrund auch das sog. multimodale Erzählen im Roman neu zu betrachten ist. Darunter sind Erzählverfahren zu verstehen, bei denen der sprachliche Erzähltext mit Bedeutungsträgern wie Bildern, Typografie und Farbe narrativ verschränkt wird. Nicht selten werden auch Elemente wie Chats, Briefe oder Social Media-Posts visuell auf der Romanseite abgebildet und auf diese Weise in die erzählerische Gestaltung integriert. Was in den 2000er und 2010er Jahren häufig noch als formal experimentelles und medienreflexives Ausnahmephänomen galt, ist in den 2020er Jahren zu einer genreübergreifend etablierten erzählerischen Praxis geworden.
Mein Promotionsprojekt untersucht diese Entwicklung, bestimmt die Veränderungen von Formen und Funktionen multimodalen Erzählens im Roman der 2020er Jahre und ordnet sie in den Kontext gegenwärtiger Buch- und Lesekulturen ein. Hierfür werden neben den Romanen selbst auch Erkenntnisse der Buchmarkt- sowie der Lese- und Rezeptionsforschung herangezogen. Darüber hinaus nimmt das Projekt eine kritische Revision der Deutungsrahmen vor, die sich seit den 2000er und 2010er Jahren im Zuge der Auseinandersetzung mit multimodalen Erzählverfahren etabliert haben und maßgeblich von Digitalisierungsdiskursen und der Debatte um den vermeintlichen ‚Tod des Buches‘ geprägt sind. Zugleich entwickelt das Projekt einen theoretisch und methodisch fundierten Zugang zur Analyse multimodalen Erzählens im Roman, der Ansätze der Multimodalitäts- und Intermedialitätsforschung zusammenführt und mit buchwissenschaftlichen Perspektiven verbindet. Dieser Zugang ermöglicht es, unterschiedliche Modi, mediale Bezüge sowie die Medialität und Materialität des Buches systematisch in die Analyse und Interpretation multimodal erzählender Romane einzubeziehen.
Für diese doppelte Zielsetzung werden Romane der 2020er Jahre untersucht, die verschiedene Formen und Intensitätsgrade multimodalen Erzählens aufweisen. Ergänzend werden punktuell auch ältere Romane mit multimodalen Erzählverfahren, insbesondere aus den 2000er und 2010er Jahren, als Vergleichsfolie herangezogen. Die Auswahl des Korpus ist dabei komparatistisch angelegt und umfasst Romane aus unterschiedlichen Sprach- und Kulturräumen.
Seit 10/2026 Promotionsvorhaben zum Thema Multimodales Erzählen im Roman der 2020er Jahre. Zur Neuverortung einer Erzählform im Kontext gegenwärtiger Buch- und Lesekulturen (Arbeitstitel), Erstbetreuerin: Univ.-Prof. Dr. Irina Rajewsky
Seit 10/2026 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Abteilung für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft bei Univ.-Prof. Dr. Irina Rajewsky
04/2026–09/2026 Exposé-Stipendiatin der Gutenberg Graduate School of Humanities and Social Sciences (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
04/2025–09/2025 Tutorin in der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) für den Kurs „Einführung in literaturwissenschaftliches Arbeiten I“
2023–2025 Master of Arts Buchwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
(Zusatzqualifikation in Kinder- und Jugendliteraturwissenschaft am Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
(Thema der Abschlussarbeit: Zwischen Nostalgie und Reflexion. Die Rezeption von Kinderhörspielen durch erwachsene Hörer:innen)
2022–2025 Master of Arts Komparatistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
(Thema der Abschlussarbeit: Mehr als Worte: Typografie und Mediensimulationen im multimodalen Kinderroman der Gegenwart)
2022–2025 Wissenschaftliche Hilfskraft am Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Abteilung für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft bei Univ.-Prof. Dr. Irina Rajewsky, Univ.-Prof. Dr. Winfried Eckel und Prof. Dr. Frank Zipfel
2022–2025 Redaktionsassistenz bei der in der Mainzer Komparatistik verankerten Literaturzeitschrift literaturkritik.de
04/2022–09/2022 Studentische Hilfskraft beim Leibniz-Institut für europäische Geschichte Mainz
2022–2025 Absolventin des Studienprogramms Q+ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
2021–2025 Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes
2021/2022 Auslandssemester (ERASMUS+) an der Universiteit Leiden, NL (Book and Digital Media Studies; Children’s Literature)
2019–2022 Bachelor of Arts Buchwissenschaft mit Beifach Komparatistik/Europäische Literatur an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
2019–2025 Studium der Komparatistik und Buchwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Universiteit Leiden (NL)
Aufsätze
Hoch, Elena: „Vom Bildschirm zum Buch. Bedeutung und Potenzial von Social Reading Plattformen“. In: JuLit 3 (2024), S. 3–9.
Hoch, Elena: „Valuable Testimony or Linguistically Inappropriate?: The Debate About the Alleged Censorship of Children’s Book Classics in the Course of Diversity and Anti-discrimination Discourses of the 21st Century“. In: TXT Magazine 9 (2023): http://bit.ly/txtmagazine_hoch2023.
Hoch, Elena: „Wattpad.com and fanfiction.de On the Rise: How Online Writing Platforms Open Up Literary Discourse“. In: TXT Magazine 8 (2022), S. 111–123.
Wissenschaftliche Poster
Hoch, Elena: „Zwischen Erzählen und Zeigen. Mediensimulation als narrative Strategie im zeitgenössischen Kinderroman“ im Rahmen der XXI. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft zum Thema „Weltliteratur im Medienwandel“, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 15.–18.09.2026.
Essays und Rezensionen
Essays
Hoch, Elena: „Quantenphysik für Babys? Über den Boom von Sachbüchern für Kinder seit der Jahrtausendwende“. In: literaturkritik.de. 2 (2025). https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=31080.
Hoch, Elena: „Eine Audio-Reise der Nostalgie. Wieso Hörspiele aus der Kindheit Urlaub für den Geist sein können“. In: literaturkritik.de. 8 (2024). https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=30718.
Hoch, Elena: „Im Bann von Rebecca. Beinahe passend zum 85. Jubiläum des literarischen Klassikers von Daphne du Maurier kehrt der packende Musical-Thriller nach fünfzehn Jahren ins Raimund Theater zurück“. In: literaturkritik.de. 12 (2023). https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=30166.
Rezensionen [Auswahl]
Hoch, Elena: „Lars, der E-Sportprofi?. Folge 20 Gamingfieber der Hörspielreihe Kira Kolumna zeigt eindrücklich die Herausforderungen großen beruflichen Ehrgeizes“. In: literaturkritik.de. 11 (2025). http://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=31569.
Hoch, Elena: „Warum machen Menschen das?. Elisabeth Raffauf und Günther Jakobs geben in Wann ist endlich Frieden? kindgerechte Antworten auf Fragen zu Krieg, Gewalt, Flucht und Versöhnung“. In: literaturkritik.de. 10 (2024). https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=30879.
Hoch, Elena: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Bel Kaufmans Klassiker Die Abwärtstreppe rauf erzählt von überforderten Lehrenden, maroden Schulen und absurder Bürokratie – dank Übersetzerin Alexandra Berlina fast 60 Jahre nach der Erstveröffentlichung nun auch auf Deutsch“. In: literaturkritik.de. 4 (2023). https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=29553.
Hoch, Elena: „Nicht weg und nicht da. Aufrichtig und berührend erzählt Andreas Schäfer in Die Schuhe meines Vaters von der Last der Entscheidung und dem Schmerz eines langen Abschieds“. In: literaturkritik.de 4 (2023). https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=29605.
„Zwischen Unterhaltung und Indoktrination: Anforderungen an das ,neue’ Jugendbuch im Nationalsozialismus“ im Rahmen der Studierendentagung „Cold Case Börsenblatt: Neue Perspektiven auf alten Quellen“, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 11. Juli 2024.
- Verein der Freunde der Mainzer Buchwissenschaft e.V.
- Freundeskreis des Instituts für Jugendbuchforschung e.V.
- Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung e.V.