Vorlesungen

Hinweis: Die Zugehörigkeit der Lehrveranstaltungen zu den einzelnen Modulen des B.A.-Studiengangs Komparatistik/Europäische Literatur, des M.A.-Studiengangs Komparatistik und des M.A.-Studiengangs Weltliteratur ist durch Kurztitel der Module nach den Lehrveranstaltungstitel angegeben.

V Einführung in die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (BA Modul Einführung)

F. Zipfel

2-std., Do, 12 – 14 Uhr, P 4

Beginn: 17. Oktober 2019

Im Hinblick auf eine theoretische und methodologische Fundierung des Studiums der europäischen Literatur möchte die Vorlesung mit den zentralen Konzepten und Fragestellungen der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft (AVL) bekannt machen. Sie begleitet und ergänzt das gleichnamige Einführungsproseminar. Neben einigen der auch dort behandelten Themen sind Gegenstand vor allem grundlegende Konzepte von Literatur, Probleme der literarischen Kanonbildung („Weltliteratur“), Fragen des literarischen Austauschs zwischen Sprachräumen und Kulturen (Intertextualität, Interkulturalität). Auch auf die Geschichte der AVL soll ein Blick geworfen werden.

 

Literatur und Mythos (BA Modul Internationalität)

S. Seiler

2-std., Mo, 12 – 14 Uhr, HS 21

Beginn: 14. Oktober 2019

In der Vorlesung soll ein grundlegender Überblick über den Zusammenhang von Literatur und Mythos gegeben werden. Dabei wird zunächst eine Annäherung an die Begriffe des Mythos und des Mythischen unternommen. Anschließend soll die Bedeutung des Mythos für die Literatur sowie verschiedene Aspekte der Mythenrezeption anhand zahlreicher Beispiele aus der Literaturgeschichte herausgestellt werden. Schließlich wird die Bedeutung des Mythos für die heutige Zeit thematisiert; gerade auch hinsichtlich verschiedenartiger Kontextualisierung des Mythos und des Mythischen, so etwa in Bezug auf ‚populäre Mythen‘ oder der politischen Renaissance eines kritisch zu hinterfragenden Mythosbegriffs.

 

V Doppelgänger (MA Modul Intertextualität und Vertiefung)

W. Eckel

2-std., Do, 14 – 16 Uhr, P 11

Beginn: 17. Oktober 2019

Der Doppelgänger gehört zu einem internationalen Fundus an Motiven und Themen, auf das Literaturen unterschiedlichster Sprachen seit der Antike immer wieder zurückgegriffen haben. Die Spielarten des Motivs sind durchaus unterschiedlich: Figuren begegnen ihren physischen Doubles, oder sie spalten sich in sich selbst oder nehmen nacheinander verschiedene Identitäten an. In jedem Fall problematisiert der Doppelgänger die konventionelle Vorstellung personaler Identität, sei es in psychologischer, soziologischer oder auch philosophischer Hinsicht. Das Motiv erlaubt komische Entfaltungen ebenso wie tragische, unheimliche oder groteske. Die Vorlesung möchte aus der reichen Motivgeschichte einige klassisch gewordenen Bearbeitungen vorstellen. Leitend soll die Frage nach den den Texten zugrundeliegenden Konzepten von Identität sein. Die Frage nach der Möglichkeit einer Typologie des Motivs wird daneben ebenso zu erörtern sein wie die nach den Gründen für die diversen historischen Konjunkturen des Doppelgängers.
Christoph Forderer: Ich-Eklipsen. Doppelgänger in der Literatur seit 1800, Stuttgart 1999; Aglaja Hildenbrock: Das andere Ich. Künstlicher Mensch und Doppelgänger in der deutsch- und englischsprachigen Literatur, Tübingen 1986; Sandro M. Moraldo: Wandlungen des Doppelgängers. Shakespeare – E.T.A. Hoffmann – Pirandello, Frankfurt a.M. 1996.

 

V „Wo kommen wir her? Wohin gehen wir?“ Schreiben im Exil und in der Migration. (MA Modul Intermedialität und Vertiefung)

I. Amodeo

2-std., Mi, 18 – 20 Uhr, P 6

Beginn: 16. Oktober 2019

Vorlesung mit berufspraktischem Exkursions-Workshop

Nach einer einführenden Auseinandersetzung mit den Begriffen Exil und Migration sowie den Konzepten Interkulturalität, Transkulturalität, Hybridität, mehrsprachiges Schreiben und Sprachenwechsel behandelt die Vorlesung ausgewählte Autorinnen und Autoren des 20. und des 21. Jahrhunderts, die ihre philosophischen, literarischen, essayistischen Texte in einer Situation des Exils oder der Migration verfasst haben. Ein besonderes historisches und komparatistisches Augenmerk wird dabei auf Deutschland, Italien, Frankreich, Kanada und die USA gerichtet. Themen und Motive, sprachliche und ästhetische Besonderheiten sowie Tendenzen der Rezeption einschlägiger Werke gehören zu den Schwerpunkten der Vorlesung.
Der berufspraktische Vorlesungsteil wird im Rahmen eines Exkursions-Workshops am von Prof. Amodeo geleiteten Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen vermittelt. Dabei geht es – exemplarisch ausgehend von Ernst Blochs im amerikanischen Exil verfasstem Hauptwerk „Das Prinzip Hoffnung“ – u.a. um grundlegende Aspekte des internationalen Kultur- und Wissenschaftsmanagements, z. B. um die Frage: Wie kann literatur- und kulturwissenschaftliches Wissen einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt werden?

Freitag, 31.01.2020, 13:00-18:00 (mit Pausen) im Ernst-Bloch-Zentrum,  Ludwigshafen am Rhein, Walzmühlstraße 63