Lehrveranstaltungen

„Uns gibt es in dieser Welt nicht.“ – Texte der Gegenwartsliteratur aus ‚postmigrantischer‘ Perspektive

Dozent:innen: Dr. Anna-Lena Eick
Kurs-Nr.: 05.861.490
Kurstyp: Hauptseminar

Empfohlene Literatur

Literaturempfehlungen zur Vorbereitung:
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Naika Foroutan: Die postmigrantische Gesellschaft (2019)
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„Einleitung: Die große Gereiztheit“ (S.11-21)
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„Die postmigrantische Gesellschaft“ (S.46-73)
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Fatima El-Tayeb: Undeutsch (2016)
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„Einladung auf den postmigrantischen Kindergeburtstag“ (S.8 -11)
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„Postmigrantisch und postrassistisch?“ (S. 11- 14)
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„Deutschland postmigrantisch?“ (S. 23-31)
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Heinz Antor: „Multikulturalismus, Interkulturalität und Transkulturalität. Perspektiven für interdisziplinäre Forschung und Lehre.“ (S.25-39)
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Dürbeck, Gabriele und Axel Dunker: Postkoloniale Germanistik. Bestandsaufnahme, theoretische Perspektiven, Lektüren. (Bielefeld: Aisthesis) (=Postkoloniale Studien in der Germanistik. Bd. 5)

Inhalt

Seit einigen Jahren hat der Begriff „postmigrantisch“ in Feuilleton, künstlerischer Praxis (z.B. postmigrantisches Theater nach Shermin Langhoff) sowie Literatur- und Kulturwissenschaft Konjunktur. Was aber ist unter dem Begriff ‚postmigrantisch‘ zu verstehen? Das Präfix ‚post‘ verweist gerade nicht auf eine (phasenweise) Überwindung einer migrantisierten Gesellschaftszusammensetzung, sondern versucht vielmehr, hegemoniale gesellschaftliche Verhältnisse, die durch Migrationsbewegungen entstanden sind, hervorzuheben. Damit soll Migration als ein gesamtgesellschaftlich wirksames Phänomen erfasst werden. In engem Zusammenhang damit steht die Frage, inwieweit Literatur und Kunst auf Diskurse und Probleme ihrer Zeit Bezug nehmen können. Es ist kaum zu leugnen, dass sich grundlegende gesellschaftspolitische und soziale Veränderungen auf das literarische Schaffen auswirken und u.a. in ihm reflektiert werden.
Das Seminar geht der Frage nach, mit welchen (Erzähl-)Formen, Intentionen und Intensitäten literarische Texte Migration, Rassismus, gesellschaftliche Pluralisierung und die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen einer postmigrantischen Situation thematisieren und verarbeiten. Das Seminar möchte anhand hochaktueller Werke von u.a. Shida Bazyar (Drei Kameradinnen, 2022), Leila Aboulela (Elsewhere, Home 2018), Faïza Guène (Discretion, 2020) und Senthuran Varatharajahs (Vor der Zunahme der Zeichen, 2017) nach den so skizzierten Potentialen literarischen Engagements fragen. Die zur Lektüre ausgewählten Werke werden als differenzierte und erkenntnisfördernde Beiträge zu einem nicht mehr nur postkolonialen, sondern auch ‚postmigrantischen‘ Diskurs gelesen.

Zusätzliche Informationen





Termine

Datum (Wochentag) Zeit Ort
23.10.2024 (Mittwoch) 10:15 - 11:45 01 423 P103
1141 - Philosophisches Seminargebäude
30.10.2024 (Mittwoch) 10:15 - 11:45 01 423 P103
1141 - Philosophisches Seminargebäude
06.11.2024 (Mittwoch) 10:15 - 11:45 01 423 P103
1141 - Philosophisches Seminargebäude
13.11.2024 (Mittwoch) 10:15 - 11:45 01 423 P103
1141 - Philosophisches Seminargebäude
20.11.2024 (Mittwoch) 10:15 - 11:45 01 423 P103
1141 - Philosophisches Seminargebäude
27.11.2024 (Mittwoch) 10:15 - 11:45 01 423 P103
1141 - Philosophisches Seminargebäude
04.12.2024 (Mittwoch) 10:15 - 11:45 01 423 P103
1141 - Philosophisches Seminargebäude
11.12.2024 (Mittwoch) 10:15 - 11:45 01 423 P103
1141 - Philosophisches Seminargebäude
18.12.2024 (Mittwoch) 10:15 - 11:45 01 423 P103
1141 - Philosophisches Seminargebäude
08.01.2025 (Mittwoch) 10:15 - 11:45 01 423 P103
1141 - Philosophisches Seminargebäude
15.01.2025 (Mittwoch) 10:15 - 11:45 01 423 P103
1141 - Philosophisches Seminargebäude
22.01.2025 (Mittwoch) 10:15 - 11:45 01 423 P103
1141 - Philosophisches Seminargebäude
29.01.2025 (Mittwoch) 10:15 - 11:45 01 423 P103
1141 - Philosophisches Seminargebäude
05.02.2025 (Mittwoch) 10:15 - 11:45 01 423 P103
1141 - Philosophisches Seminargebäude